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Klagenfurt (OTS) - Neue "Kärntner Tageszeitung" Kommentar: Mehr "Action" als Sicherheit=

Utl.: Ausgabe vom 20. Dez. 2000=

Glaubt Mann/Frau Meinungsforschern, sehen viele
Österreicher und Österreicherinnen eine düstere Zukunft vor sich. Ihre größten Ängste gelten der Altersvorsorge, der Verschlechterung des politischen Klimas oder jener ihres Lebensstandards. Mag auch die blau-schwarze Regierungspolitik bisher nicht immer zu konkreten, rationalen Reaktionen der Bevölkerung geführt haben, in diesem Stimmungsbild hinterlässt sie deutliche Spuren.
Viele Menschen haben offenbar ein "ungutes" Grundgefühl bei dem, was sich in Österreich abspielt. Das ist ein erbärmliches Zeugnis für die Regierung, hat sie doch den Reformkurs für das 21. Jahrhundert angekündigt, eine verheißungsvolle Zukunft versprochen. Diese Zukunft macht aber vielen Angst. Eine generelle Verunsicherung - das ist die wichtigste Botschaft der Umfrage.
Die blau-schwarze Koalition hat zwar viel "Action" aufgeboten, aber wenig Sicherheit vermittelt. Einerseits gibt es tatsächliche Einsparungen, die unterprivilegierte Bevölkerungsgruppen besonders hart treffen. Andererseits sind Vertreter der Regierungsparteien mit vielen Grundprinzipien, auf die diese Gesellschaft gründete, recht salopp umgegangen. So dachte man laut darüber nach, das auf Solidarität begründete Gesundheitssystem - die Pflichtversicherung -über den Haufen zu werfen. Nicht nur die Sparmaßnahmen selbst schüren Angst vor der Zukunft, sondern die Drohungen, die noch im Raum schweben. Das Bedürfnis nach Stabilität ist jedoch nicht zu unterschätzen - es könnte sich schon in der nächsten Wahl niederschlagen.

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