BSE: Vorarlberg baut Sicherungsmaßnahmen weiter aus BILD

LH Sausgruber: Zusatzkosten nicht auf Bauern abwälzen - Maßnahmen werden aus dem Katastrophenfonds bezahlt

Bregenz (VLK) - Die Sicherungsmaßnahmen gegen BSE werden ausgeweitet: Dies gaben Landeshauptmann Herbert Sausgruber
und Agrarlandesrat Erich Schwärzler heute, Dienstag, im
Pressefoyer bekannt. Die Kosten dieser Maßnahmen werden aus
dem Katastrophenfonds beglichen, stellte der Landeshauptmann
fest: "Wir wollen diese Zusatzkosten nicht auf die Bauern abwälzen". Das Kleinwalsertal wird bei Bedarf mit Rindfleisch
aus Vorarlberg beliefert, informierte Landesrat Schwärzler.
****

Bisher wurde jedes Rind vor der Schlachtung vom Tierarzt untersucht. Seit 1998 wird zudem ein sogenanntes BSE-
Screening (Stichproben-Untersuchungsprogramm) durchgeführt,
Das Verfüttern von Tiermehl ist in Vorarlberg bereits seit
zehn Jahren verboten. Als zusätzliche Sicherungsmaßnahmen
kommen laut Sausgruber nun folgende Punkte zum Einsatz:
- Erhöhung der Stichprobe im BSE-Screening um den Faktor 10
- Untersuchung aller Schlachtrinder über 30 Monate mit
Schnelltest
- Einzelbescheid für jedes importierte Tier mit Meldepflicht
bei Weitergabe oder Schlachtung (Untersuchungspflicht, Kostentragung)
- Garantieerklärung der Futtermittelfirmen für tiermehlfreie Lieferungen.

Zusatzkosten nicht auf Bauern abwälzen

Die Zusatzkosten für diese Maßnahmen werden aus dem Katastrophenfonds beglichen. "Wir wollen diese Kosten nicht
einfach auf unsere Bauern abwälzen, da wir dies als
öffentliche Aufgabe betrachten", betonte Sausgruber. Am
kommenden Donnerstag, 21. Dezember 2000, wird in Wien über
die genaue Kostenverteilung auf Bund und Länder verhandelt.

Kleinwalsertal: Rindfleisch aus Vorarlberg

Bereits jetzt spüren die Bauern die Verunsicherung der Konsumenten. Landesrat Schwärzler: "Die Rindfleischpreise
sind teilweise um 40 Prozent gesunken". Das Kleinwalsertal,
das bisher den größten Teil seines Rindfleischbedarfs aus dem Allgäu bezogen hat, soll "bei Bedarf mit Rindfleisch aus
Vorarlberg beliefert werden", so Schwärzler.
(tm/dig,nvl)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Redaktion/Chef vom Dienst
Tel.: 05574/511-20141
Fax: 05574/511-20190
Hotline: 0664 625 56 68 oder 625 56 67
email: presse@vlr.gv.at
http://www.vorarlberg.at

Landespressestelle Vorarlberg

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVL/NVL