Wirtschaft grundsätzlich positiv zu Universitätsreformplänen

Leitl: Pragmatisierung als Hemmschuh

Wien (PWK1100) - Frühzeitige Pragmatisierung ist mit wissenschaftlicher Effizienz unvereinbar, anerkennt der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Christoph Leitl, die Pläne des Bildungsministeriums zur Universitätsreform. Umso mehr auch deshalb, weil auch Österreichs Universitäten künftig noch mehr als bisher im internationalen Wettbewerb der Wissenschafter stehen und dazu eine Pragmatisierung in keinster Weise passe. Gleichzeitig müsse auch klar sein und abgesichert werden, dass sich der wissenschaftliche Nachwuchs bewähren können muss. Nur die Besten und die für die wissenschaftliche Tätigkeit Geeignetsten sollen schließlich fixe Universitätsstellen bekommen können.

Die derzeitige frühe Pragmatisierung des wissenschaftlichen Nachwuchses habe sich als Hemmschuh für die wissenschaftliche Entwicklung erwiesen und sei mit der Situation von Universitäten im internationalen wissenschaftlichen Wettbewerb unvereinbar. Andererseits müssten aber auch hervorragende Forscher durch fixe und unkündbare Dienstverträge an die heimischen Universitäten gebunden werden können. Daher bieten sich Beispiele wie aus den USA an, wo exzellente Universitätsprofessoren nach zweimaligen fünfjährigen Dienstverträgen seitens der Universität die Möglichkeit erhalten, ein unkündbares Dienstverhältnis mit der Hochschule einzugehen. Das ergäbe eine sinnvolle Balance zwischen notwendiger Mobilität und Flexibilität im wissenschaftlichen Bereich und Sicherung hohen Sachverstandes, stellt Präsident Leitl fest.

WKÖ-Präsident Leitl geht letztlich auch davon aus, dass es den Wissenschaftern und Forschern an den Universitäten primär keineswegs um die Pragmatisierung gehe. Vielmehr stehe im Vordergrund ein modernes, qualitativ hochwertiges Umfeld für die wissenschaftliche Arbeit und die Forschung. Diese Voraussetzungen seien in Zukunft zu verbessern; ebenso solle der Kontakt zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, zwischen Universitäten und Betrieben intensiviert werden.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Abteilung für Bildungspolitik
Dr. Georg Piskaty
Tel.: (01) 50105-4073

Wirtschaftskammer Österreich

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK