Maier: BSE - Mut zur Wahrheit!

Gefahr auch in importierter Wurst und importierten Wurstwaren!

Wien (SK) "Tag für Tag werden neue Erkenntnisse rund um das gesundheitspolitische Desaster BSE bekannt. Bislang kennen wir nur die Spitze des Eisbergs", betonte heute SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier. Je mehr Kontrollen, je mehr Tests, umso mehr BSE-Fälle werden in Europa auftauchen. So darf beispielsweise auch die Gefahr, dass BSE-Erreger in importierter Wurst und importierten Wurstwaren stecken, nicht unterschätzt werden. Bis 30. September durften nämlich in EU-Mitgliedsstaaten Risikomaterialien (z.B. Hirn) bei der Herstellung von Wurst verwendet werden. Eine jüngst veröffentlichte Untersuchung von Pasteten und Würsten in Deutschland wies vor allem in hochwertigen und teuren Produkten einen Anteil von 9-15 Prozent an Hirn- und Nervengewebe auf (z.B. Leber und Mettwürste). Kritische KonsumentInnen stellen sich daher die Frage, warum aber derartige Produkte europaweit noch immer verkauft werden dürfen. ****

Der zuständige Bundesminister Haupt ist daher aufgefordert, umgehend ein Importverbot für Fleisch, Wurst und Wurstwaren aus EU- und Drittländern zu verhängen und derartige Importprodukte sofort vom Markt zu nehmen. Die Importeure sind ihrerseits aufgefordert, aus Gründen des Gesundheitsschutzes eine Rückrufaktion durchzuführen. Die Regierung und der Lebensmittelhandel müssen sich in Sachen BSE der Wahrheit stellen und dürfen nicht so tun, als ob in Österreich überhaupt keine Gefahr bestünde, stellte der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher fest.
Bei der Diskussion rund um das Verbot von Futtermitteln muss darüber hinaus ein Faktor schnellstens einer gründlichen Untersuchung unterzogen werden: die Wachstumshormone. Um Milchleistung und Muskelansatz zu verbessern, ist britisches Zuchtvieh in der Vergangenheit mit Wachstumshormonen behandelt worden. Die Hormone stammten aus Hypophysen von Schlachtrindern. Eine einzige Hypophyse würde vollkommen ausreichen, um eine Katastrophe auszulösen, da bei Injektionen eine minimale Menge zur Ansteckung ausreicht, erläutert Maier.

Abschließend wiederholte der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher eine Reihe von SPÖ-Forderungen: Übertragung der Kompetenzen zur Vollziehung des Futtermittelgesetzes auf das Gesundheitsministerium, strenge und flächendeckende Kontrollen von Tierfutter-Mischungen in bäuerlichen Betrieben, genereller Verzicht auf das "Made in Austria"-Zeichen sowie Erstellung einer objektiven und unabhängigen Informationsbroschüre durch den Gesundheitsminister, damit eine umfassende und einheitliche Information zur Lebensmittelsicherheit erfolgen kann, so Maier abschließend. (Schluss) ps/mp

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