Plank kritisiert Behinderten-Politik von Sozialminister Haupt

Wien (SK) Zu den heutigen Erklärungen von Sozialminister Haupt im ORF-"Morgenjournal" über die Verwendung der sogenannten Behindertenmilliarde verlangt SPÖ-Integrationssprecherin Brunhilde Plank Klarstellungen. So müsse außer Streit gestellt werden, dass die Bundessozialämter bei der Verteilung der Mittel federführend sein sollen. Haupt hatte dies offen gelassen. Weiters betonte Plank, dass Integration von behinderten Kindern in den Schulen unverzichtbar sei. Das habe auch für die neunte Schulstufe zu gelten. Die Pläne von Haupt könnten dazu führen, dass in der neunten Schulstufe "behinderte Jugendliche vollkommen aus der Bildungslandschaft rausfallen", so Plank gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Plank machte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass die Kürzungspläne der Regierung im Schulbereich generell die erfolgreichen Integrationsmodelle an den Schulen gefährden.

Nach Haupts Ausführungen von heute morgen werde klar, so Plank weiter, warum die Behindertenmilliarde so heiße: "Die Behinderten, konkret die Unfallrentner, zahlen, das Geld bekommen nach Haupts Darstellung die öffentliche Hand und die Unternehmen."

Entschiedenen Widerstand seitens der SPÖ kündigte Plank für den Fall an, dass Haupt die Probezeit für behinderte Arbeitnehmer auf sechs Monate verlängern wolle. Haupt hatte von einer "Bewährungsprobe" für Behinderte gesprochen. Dazu betonte Plank: "Der Sozialminister hat dafür zu sorgen, dass behinderte Menschen Chancen erhalten, er soll ihnen nicht irgendwelche Bewährungsproben auferlegen."

Der Sozialminister könne hingegen in der Frage der Erhöhung der Ausgleichstaxen mit der Unterstützung der SPÖ rechnen, sagte Plank. Sie bekräftigte die Forderung der SPÖ, die Ausgleichstaxe auf 8.500 Schilling zu erhöhen. (Schluss) wf

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