GRAS zu Unireform: Das Ende der Mitbestimmung ist gekommen

Bandbreite für Studiengebühren kommt Erhöhung gleich

Wien (OTS) "Was als große Unireform präsentiert wurde, ist - nach der Abschaffung des freien Bildungszugangs - nichts anderes als eine weitere Verschärfung der Selektionsmechanismen an den Universitäten", kritisiert, Anita Weinberger, die Bundessprecherin der GRAS (Grüne & Alternative StudentInnen) auf die von Gehrer präsentierte Uni-Reform.

"Die geplante Reform bedeutet das Ende der Demokratie an der Universität. Denn die geplante Streichung der Mitbestimmung auf mehreren Ebenen und die Streichung ganzer Gremien kann nur als massiver Demokratieabbau verstanden werden", so Weinberger.

Die Einführung einer gesetzlichen Bandbreite für die Höhe von Studiengebühren, die jede Universität festlegen darf, gekoppelt mit der derzeitigen finanziellen Lage der Universitäten, kann nur eine Erhöhung der Studiengebühren mit sich bringen, wie das vergleichbare Konzepte in Großbritannien bereits gezeigt haben, so Weinberger. Dort stiegen die Studiengebühren nach der Einführung einer solchen Regelung innerhalb von zwei Jahren auf das Fünffache. Während aber in Großbritannien 75% aller Studierenden mit einem Stipendium versorgt sind, bekommen in Österreich derzeit nur 13 % aller Studierenden die sogenannte Studienbeihilfe.

"Wenn die ÖVP-nahe Aktionsgemeinschaft rund um Martin Faißt mit einer solchen Reform leben kann und diese widerspruchslos hinnimmt, dann stellt sie damit erneut ihren vorauseilenden Gehorsam gegenüber der bildungsfeindlichen Politik der Bundesregierung unter Beweis. Die GRAS wird sich jedenfalls gegen eine derartige Unireform zur Wehr setzen", verspricht Weinberger abschließend.

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