"Report international" am Mittwoch, dem 20. Dezember: "Bethlehem - Front statt Frieden"

Wien (OTS) - Sabine Zink präsentiert im "Report international" am Mittwoch, dem 20. Dezember 2000, um 22.30 Uhr in ORF 2 unter anderem folgende Themen:

Bethlehem - Front statt Frieden
Die Stimmung in der Geburtsstadt Jesu sei traurig, sagt der Bürgermeister von Bethlehem. Die meisten Hotels haben geschlossen, Souvenirhändler stehen ratlos vor ihren Auslagen und auf dem renovierten Krippenplatz vor der Geburtskirche findet sich kein einziger Besucherbus. 200 Millionen Dollar hat die Stadt im Jahr 2000 in die Infrastruktur von Bethlehem investiert, in der Hoffnung, dass das Heilige Jahr 1,5 Millionen Besucher bringen würde. Aber das Wiederaufflammen des Nahost-Konfliktes hat alle Hoffnungen zerstört. Eine Reportage aus Bethlehem von Eva Zitterbart.

Moldavien - das Elend der Kinder
Die vier Millionen Einwohner zählende Republik Moldau, eingezwängt zwischen den armen Nachbarn Ukraine und Rumänien, gilt als vergessenes Land. Niemand spricht von der humanitären Katastrophe, die sich in Waisenhäusern und psychiatrischen Anstalten abspielt. 20.000 Kinder leben dort unter elenden Bedingungen. Die Europäische Union hat ihre Hilfsgelder für 2001 drastisch gekürzt. Ausländische Hilfsorganisationen haben oft nicht einmal das Notwendigste, um das Schicksal der Kinder zu erleichtern. Ein Bericht von Sue Lloyed-Roberts.

Italien - die Mafia lebt
Anlässlich der UNO-Konferenz in Palermo gegen das organisierte Verbrechen, zeigte sich die Stadt von ihrer besten Seite. Die Stadtverwaltung hatte die Umgebung des Konferenzzentrums saniert und verschönert. Euphorisch verkündete der Bürgermeister den Sieg über die Mafia. Die hatte aber, wie sich jetzt herausstellt, über die von ihr kontrollierten Baufirmen an den Millionen zur Stadtverschönerung kräftig mitverdient. Trotz beachtlicher Fahndungserfolge und dem Einsatz von zahlreichen Priestern und Sozialvereinen lebt die Mafia, und ihr Herz schlägt nach wie vor in Sizilien. Aus Palermo berichtet Silvia Franceschini.

Kosovo - ein Mönch vermittelt
Seit dem Nato-Einsatz im Kosovo hat ein Großteil der 150.000 Roma und Sinti ihre Heimat verlassen. Nur 20.000 Roma leben noch in der von UNO-Truppen überwachten serbischen Provinz. Immer wieder sind sie Angriffen ausgesetzt, denn die Kosovo-Albaner bezichtigen sie der Kollaboration mit den Serben. Ein Benediktinerpater aus dem niederösterreichischen Stift Melk lebt seit einem Jahr in einem Wohnmobil in der Nähe von Pristina und versucht, zwischen Zigeunern und Albanern zu vermitteln. Ernst Kernmayer hat den Benediktinerpater im Kosovo besucht.

Russland - Mozart in der Tundra
Arktische Kälte und Rentiere im Publikum: ein ungewöhnlicher Ort, um Mozart und Vivaldi aufzuführen. Aber eines der feinsten Streichorchester Russlands zieht auch in die entlegensten Gegenden, um 'Schönheit' zu den Menschen zu bringen, wie die Orchesterleiterin sagt. Das Ensemble XXI wurde ursprünglich von zwei Ausländerinnen -der Irin Lygia O'Riordan und der Finnin Pia Siirala gegründet. Seit elf Jahren ziehen sie mit ihren russischen Kollegen durch das Riesenreich und spielen dort, wo sonst niemand hinkommt.

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