ÖAMTC weist ÖBB-Vorwürfe zurück

Mindeststandards für Tunnelsicherheit werden oft nicht erfüllt

Wien (ÖAMTC-Presse) - Der ÖAMTC weist den Vorwurf der ÖBB, der Club würde eine Verunsicherungskampagne in Bezug auf die Tunnelsicherheit vor Beginn der großen Reisezeit starten, entschieden zurück. Nachdem der ÖAMTC gemeinsam mit seinen Partnerclubs bereits seit Jahren Sicherheitstests aller wichtigen Straßentunnel in Europa durchführt, wurde der Club vom ORF zu einer Einschätzung der Sicherheit von Österreichs Bahntunnel gebeten, in denen schließlich auch zahlreiche Autoreisezüge verkehren.

Der ÖAMTC hat für Tunnelanlagen folgende Minimalanforderungen an die Sicherheit gestellt, nach denen bereits sämtliche neuen Straßentunnel in Österreich gebaut werden. Erfüllen Tunnel folgende Anforderungen nicht, so sind sie nach Meinung des Clubs für den Notfall nicht ausreichend gerüstet:
Rettungsstollen, die für Einsatzfahrzeuge befahrbar sind
Mindestens alle 500 Meter Fluchtstollen vom Haupttunnel zum Rettungsstollen
Permanente Beleuchtung und Belüftung
Notrufnischen mit Druckluftversorgung, mindestens alle 250 Meter Alle 150 Meter Zapfstellen zur Löschwasserleitung
Durchgehende Kommunikationsmöglichkeit via Handy bzw. Funkschienen für Einsatzkräfte
Lückenlose Videokontrolle

Die ÖBB sind sich offensichtlich der Sicherheitsdefizite ihrer Bahntunnelanlagen durchaus bewusst. Allerdings wurde die Tauerntunnelschleuse erst nach der Tunnelkatastrophe von Kaprun aus Sicherheitsgründen geschlossen und die Bahnverladung ist nach Protesten der Betroffenen seit wenigen Tagen in verringertem Ausmaß wieder aufgenommen worden.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Stefan Skrabal

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