Havelka und Nürnberger: Selektiver Kfz-Vertrieb sichert Arbeitsplätze und optimale Versorgung der Konsumenten

Gemeinsame Unterschriftenaktion Gewerkschaft, Fahrzeugwirtschaft und Autofahrerklubs gegen die ersatzlose Abschaffung der Gruppenfreistellungsverordnung

Wien (PWK1095) - In einem einmaligen Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Arbeitnehmervertretern und Autofahrerverbänden wurde heute eine Unterschriftenaktion der Öffentlichkeit vorgestellt, die unter dem Motto "Ja zu zukunftssicheren Arbeits- und Ausbildungsplätzen", "Ja zur Existenz der mittelständischen Kfz-Betriebe!" steht. Verfechter einer radikalen freien Marktwirtschaft fordern die Abschaffung der Gruppenfreistellungsverordnung (GVO), die den rechtlichen Rahmen für den europäischen Kfz-Vertrieb regelt. "Auch wenn die Kfz-GVO im September 2002 ausläuft, muss es danach Rahmenbedingungen für den selektiven Kfz-Vertrieb geben", fordert Heinz Havelka, der Vorsteher des Bundesgremiums des Fahrzeughandels. Den Verkauf von Kfz weitestgehend dem freien Markt zu überlassen, könne, so Havelka, weder im Interesse der klein- und mittelständischen Kfz-Betriebe noch im Interesse der Verbraucher sein.

"Wenn Supermärkte und Baumärkte Autos verkaufen können, dann werden sich auch die Kfz-Betriebe auf wenige profitable Modelle und Routinereparaturen beschränken", prophezeit der Vorsteher. Für anspruchsvollere Reparaturen würden längere Wegstrecken und längere Wartezeiten auf die Konsumenten zukommen. Eine Verlagerung von den weniger bevölkerten Gebieten in die Ballungsräume wäre die Folge. "Nicht nur der Autohandel kommt unter verstärkten Druck, sondern auch die Konsumenten und vor allem die Arbeitnehmer der Branche," bekräftigt Rudolf Nürnberger, Vorsitzender der Gewerkschaft Metall-Textil. Derzeit würden die Arbeitnehmer an den sich ständig weiterentwickelnden Produkten laufend aus- und weitergebildet. Das erhöht die Aufstiegschancen und trägt zu sicheren Arbeitsplätzen bei. Auch die soziale Sicherheit sei durch gute Kollektivverträge gegeben, außerdem ist die Nähe zum Arbeitsplatz durch ein breites Werkstättennetz gesichert. Bei Auslaufen der GVO würde es, so schätzt Nürnberger, durch den verstärkten Strukturwandel zum Verlust von bis zu 35.0000 Arbeitsplätzen kommen, zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, zu sozialen Verschlechterungen durch Ausdehnung von Öffnungszeiten, Wochenendarbeit etc. Die ordentliche Berufsausbildung wäre genauso gefährdet wie die Aus- und Weiterbildung der Arbeitnehmer.

Auch die österreichische Fahrzeugindustrie unterstützt die Aktion. "Die Fahrzeughersteller haben die Verpflichtung sicherzustellen, dass ihre Produkte alle umwelt- und sicherheitsrelevanten Standards erfüllen, und zwar nicht nur zum Zeitpunkt der Markteinführung, sondern im zunehmenden Maße auch während der gesamten Lebensdauer eines Fahrzeuges einschließlich Recyclings", erklärt Walter Linszbauer vom Fachverband der Fahrzeugindustrie.

In den nächsten Wochen besteht für alle interessierten Unternehmer, Arbeitnehmer und Verbraucher die Möglichkeit, diese Unterschriftenkampagne durch eine Unterschrift zu unterstützen. Der vollständige Text der Aktion, sowie die Statements der Herren Havelka und Nürnberger sind im Internet unter der Adresse www.kfzweb.at/wk unter "Fahrzeughandel", "Aktuelles", "Unterschriftenkampagne GVO" abrufbar. (EBK)

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