Arbeiterkammer Oberösterreich: Teilkrankenstand kommt nicht in Frage!

Linz (AKO) Eine scharfe Absage an Wirtschaftskammer-Präsident Viktor Sigl, der am Wochenende die Einführung des sogenannten Teilkrankenstandes gefordert hat, erteilt der oberösterreichische Arbeiterkammer-Präsident Hubert Wipplinger: "Wer arbeitsfähig ist, bestimmt immer noch der Arzt und nicht die Wirtschaftskammer!"

Offenbar habe die arbeitgeberfreundliche Politik der derzeitigen Regierung die Wirtschaftstreibenden jetzt vollends übermütig werden lassen, mutmaßt Wipplinger. Und nennt als Beispiele die zahlreichen und massiven Entlastungen der Arbeitgeber, etwa durch den Entfall des Dienstgeberanteils bei der Krankenversicherung für Lehrlinge, sowie die einseitigen Belastungen der Arbeitnehmer durch Selbstbehalte wie etwa die geplante Ambulanzgebühr.

Obwohl die Zahl der Krankenstandstage pro Arbeitnehmer in den letzten Jahren gesunken sei, werde hier wieder gezielt mit dem Märchen vom "Krankfeiern auf Kosten der Wirtschaft" operiert, ärgert sich der AK-Präsident: "Es ist der Wirtschaftskammer offenbar entgangen, dass dort, wo die Arbeitsbedingungen, die Motivation und die Bezahlung stimmen, die Leute seltener krank sind und der Krankenstand auch kürzer ist."

Wer krank sei, wie lange die Gesundung dauere, was zumutbar sei und was nicht, das alles könne aber sicher nicht die Wirtschaftskammer bestimmen, betont Wipplinger.

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