ARBÖ: In der Vorweihnachtszeit leben Fußgänger besonders gefährlich

Wien (ARBÖ) - In der vergangenen Woche verloren - gemäß
aktueller Unfallstatistik des Bundesministerium für Inneres -sieben Fußgänger ihr Leben im Straßenverkehr. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit bleibt die Verkehrssicherheit durch Hektik und Stress oft auf der Strecke. Deshalb appelliert der ARBÖ zu mehr Vor- und Rücksicht.

Die Vorweihnachtszeit ist schon lange nicht mehr eine Zeit der Besinnung. Hektisches Herumhetzen auf der Suche nach dem "Geschenk der Geschenke" kann vor allem für Fußgänger fatal enden. Der ARBÖ appelliert deshalb an alle Verkehrsteilnehmer Vor- und Rücksicht walten zu lassen.

Auf dem Schutzweg hat der Fußgänger absoluten Vorrang. Wenn ein Fußgänger die Fahrbahn im Bereich von mehr als 25 Metern von einem Schutzweg entfernt überquert, hat er dazu - laut österreichischer Straßenverkehrsordnung - den kürzesten Weg zu nehmen und darf den Fahrzeugverkehr nicht behindern. "Diese Bestimmung ist vielen Verkehrsteilnehmern offensichtlich noch immer nicht geläufig", meint ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert. Denn gerade hier kommt es immer wieder zu Mißverständnissen zwischen Motorisierten und Nichtmotorisierten.

Der ARBÖ erinnert in diesem Zusammenhang an eine Bestimmung der StVO für den Bereich des Schutzweges: Muss der Lenker eines Fahrzeuges Personen, die sich auf dem Schutzweg befinden oder
diesen erkennbar benützen wollen, das unbehinderte und ungefährdete Überqueren ermöglichen, so sind Schienenfahrzeuge von dieser Regelung ausgenommen. Hier müssen Fußgänger besonders aufpassen!

Besondere Vorsicht gilt auch für Autofahrer bei Annäherung an einen Schutzweg. Abgesehen davon, dass selbstverständlich die Geschwindigkeit dementsprechend herabzusetzen ist, darf man sich nicht ohne weiteres darauf verlassen, dass ein Fußgänger, der beim Schutzweg steht, dort auch wirklich stehenbleibt.

Im Stadtgebiete erleichtern Fußgängerzonen, breite Gehsteige und helle Straßenbeleuchtung den Fußgängern den Einkaufsbummel oder den Weg zur Arbeit. Viel schlechter ergeht es Fußgängern im Randbereich der Ballungszentren, in ländlichen Gemeinden oder außerhalb des Ortsgebietes. Hier sind die Gehsteige schmal oder fehlen überhaupt, die Straßenbeleuchtung ist spärlich oder gar nicht vorhanden. Hier hilft nur der Slogan "Mach Dich sichtbar", wobei dieser Rat - darauf weist der ARBÖ besonders hin - für Kinder genauso gilt wie für Erwachsene. Helle Bekleidung mit reflektierendem Material lässt einen Fußgänger auf mehr als 100 Meter erkennen und ist aus diesem Grund für einen Fußgänger lebenswichtig!

Als Fußgänger sollten Sie auf Straßen ohne Gehsteig sowie auf Freilandstraßen die linke Straßenseite benützen, damit sehen Sie die entgegenkommenden Fahrzeuge und können gegebenenfalls selbst ausweichen. Kinder sind jeweils, egal ob ein Gehsteig vorhanden
ist oder nicht, am äußeren Straßenrand zu führen.

Der ARBÖ rät den Fußgängern, sich im Sinne der eigenen Verkehrssicherheit vor jedem Queren der Fahrbahn zu vergewissern,
ob der Übergang wirklich frei ist. Daher: vorsichtshalber lieber einmal zuviel als einmal zu wenig umschauen!

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