Sima fordert gesetzliches Importverbot für BSE-ungetestete Rinder aus Deutschland

"BSE-Erkrankungen warten nicht bis zum 1. Jänner. Sofort flächendeckende Tests"

Wien (SK) Ein gesetzliches Importverbot für alle ungetesteten Rinder aus Deutschland fordert SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima nach bekannt werden weiterer BSE-Fälle in Deutschland. "Der freiwillige Importstopp von lebenden Zucht- und Nutztieren, den sich die österreichische Landwirtschaft auferlegt hat, kann jederzeit unterlaufen werden. Fleisch-Importe sind rechtlich weiterhin erlaubt und können somit auch nicht geahndet werden", warnte Sima Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Getestet werden ab 1. Jänner 2001 EU-weit alle Rinder, die älter als 30 Monate sind. "Dabei ist der Grossteil der Tiere, die als Frischfleisch in den Handel gelangen, jünger als diese 30 Monate. Dieses Fleisch landet somit ungetestet auf den Tellern der Konsumenten. Darüber hinaus müssen nach Ansicht Simas in Österreich umgehend flächendeckende BSE-Tests durchgeführt werden. "Nicht zufällig tauchen in Deutschland gerade jetzt immer mehr kranke Tiere auf. Anders als in Österreich sind in Deutschland BSE-Tests bereits seit 6. Dezember verpflichtend", erläutert Sima. Weiters müsse unverzüglich auch in Österreich eine flächendeckende Bestandsaufnahme durchgeführt werden: "Österreich hinkt der Entwicklung hinten nach. BSE-Erkrankungen warten eben nicht bis zum 1. Jänner nächsten Jahres. Deshalb müssen sofort flächendeckende Tests durchgeführt werden", so Sima. Nach Ansicht der Umweltsprecherin reichen die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht aus. Das EU-weite Fütterungsverbot für Tiermehl für sechs Monate sei absolut unzureichend. "Zudem werden in Deutschland auch immer mehr Fälle bekannt, in denen Tiermehl weiterhin in Rinderfutter vorkommt, obwohl dies schon seit Jahren verboten ist", so Sima abschließend. (Schluss) pp/mp

Rückfragehinweis: Ulli Sima, 0664/23 063 67

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