FORMAT: Österreichische Klöster schließen sich zu einem Konzern zusammen

Die neugegründete Privatstiftung "Klösterreich" soll alle wirtschaftlichen Aktivitäten wie Holding professionell steuern

Wien (OTS) - Die österreichischen Klöster wollen ihre Wirtschaftsbetriebe zusammenlegen und künftig als eine Art Konzern agieren. Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, wurde vor wenigen Tagen die "Privatstiftung Klösterreich" gegründet, die die Funktion einer Konzernholding hat. Mastermind des Zusammenschlusses ist der Abt von Stift Geras, Joachim Angerer. Neben Geras, gehören auch Klosterneuburg, Zwettl, Herzogenburg oder Altenburg - insgesamt fast 20 Klöster - zu den Gründungsmitgliedern.

Durch die Holdingkonstruktion werden künftig Bereiche wie Finanzen und Controlling, Verkauf und Marketing sowie Personalwesen professionell gemanagt. Laut FORMAT werden unter der "Klösterreich"-Stiftung die Vermögensverwaltung und fünf operativ tätige Gesellschaften angesiedelt: für Tourismus, Landwirtschaft, Ausstellungsbetrieb, Alten- und Krankenpflege sowie Schulung und Bildung. Als Berater für Abt Angerer stehen der Wiener Rechtsanwalt Erhard Hanslik und der Wirtschaftstreuhänder Gerhard Nidetzky zur Verfügung.

Investitionsschwerpunkte werden Tourismus und Landwirtschaft sein. Neue Projekte mit einem Inbestitionsvolumen von 1,6 Milliarden Schilling sind bereits fixiert. Laut FORMAT wird im Stift Altenburg um 800 Millionen Schilling ein Wellness-Hotel errichtet, das vom Bauunternehmer Robert Rogner betrieben wird. In der Landwirtschaft sollen starke Marken für Bioprodukte kreiert werden. Als Consulter konnte der Erfinder der Billa-Linie "Ja!Natürlich", Werner Lampert, gewonnen werden.

Die "Klösterreich"-Gruppe will so die immer drückenderen wirtschaftlichen Probleme der Klöster in den Griff bekommen. Sie treten die Nutzungsrechte für ihre Gebäude und Betriebe ab, bekommen dafür die Garantie, daß aus den Gewinnen für die Instandhaltung gesorgt wird. Wirtschaftstruhänder Nidetzky erklärt gegenüber FORMAT:
"Es wird wie beim Schloß Schönbrunn funktionieren. Es müssen eigene Mittel erwirtschaftet werden, denn immer nur betteln genügt nicht."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Andreas Lampl
Tel.: 0664/25-46-830.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMT/OTS