LR Kranzl: Mehr Kontrollen für Spendenorganisationen

Über 4 Milliarden Schilling an Spenden in Österreich pro Jahr

St. Pölten (SPI) - "Viele Spendenorganisationen sind in der Vorweihnachtszeit für ihre karitativen Zwecke unterwegs. Leider ist es so, dass guter Wille oftmals von unseriösen Geschäftemachern ausgenützt wird. Hier gibt es im Rahmen des Konsumentenschutzes vielerlei Hilfestellungen, um etwaigen Problemstellungen entgegenzuwirken", rät die Konsumentenschutzlandesrätin Christa Kranzl zur Vorsicht.****

Gerade in der besinnlichsten Zeit des Jahres appellieren viele Spendenvereine an die Großherzigkeit der Menschen. Leider wird nur allzu oft die Nächstenliebe von unseriösen Organisationen ausgenützt. Man sollte deshalb gerade bei persönlichen Sammelaktionen genau, auch wenn man unter Zeitdruck steht, nachfragen, wofür das Geld verwendet wird. Bei mündlichen Spendenaufforderungen muss der Sammler einen Ausweis seiner Organisation vorzeigen, in dem auch eine Behördenbewilligung ersichtlich sein muss. Sammelbüchsen oder Sammellisten müssen Stempel der Organisationen tragen. "Besonders ältere Leute sollten Vorsicht bei Zahlschein-Sammelaktionen walten lassen, und sich nicht vorschnell zu einem Abbuchungsauftrag überreden lassen. Lieber genau nachfragen und nichts unüberlegt unterschreiben, denn das Stornieren solcher Aufträge kann oft mehr Zeit und Kosten in Anspruch nehmen, als die eigentliche Höhe des Spendenbetrages wert ist. Für alle Fälle kann man sich unter der Nummer: 02742/200-3275, beim Amt der NÖ Landesregierung erkundigen, ob die vorliegende Spendenaktion tatsächlich einen seriösen Hintergrund hat", so LR Kranzl weiter.

"Die Umsetzung eines Gütesiegels für Spendensammler erscheint mir daher eine gute Lösung, denn dieses soll helfen, die Transparenz der Mittelverwendung zu verbessern. Damit eine Organisation das Gütesiegel erhält, muss sie genaue Anforderungen erfüllen, zum Beispiel eine nachvollziehbare Spendenverwaltung, Verzicht auf aggressive Werbemethoden und unabhängige Wirtschaftsprüfer", erklärt die Landespolitikerin und empfiehlt abschließend: "Um wirklich effizient helfen zu können, sollte man sich vorher ganz genau erkundigen, was mit dem Geld passiert."
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