Pasterk im "profil": Rot-Grün in Wien unter Häupl "Schimäre"

EX-SPÖ-Politikerin sieht Wiener Bürgermeister an der SPÖ- Spitze

Wien (OTS) - In einem Gastkommentar für die Montag erscheinende Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" schreibt Ursula Pasterk, Ex-Intendantin der Wiener Festwochen und ehemalige SPÖ-Kulturstadrätin von Wien, über Wiens Bürgermeister Michael Häupl. Eine rot-grüne Koalition für Wien unter Häupl ist für Pasterk unvorstellbar. Pasterk im "profil"-Kommentar: "Egal, wann die Wahlen stattfinden und egal wie sie im Detail ausgehen werden, eines ist gewiss: Unter Michael Häupl wird es zu keiner Veränderung des Status quo in Wien kommen; Rot-Schwarz wird weiter an der Macht und die Chance, Rot-Grün als Signal und Gegenmodell gegen die "Wende" im Bund zu installieren, weiter ungenützt bleiben."

Dies werde deshalb so geschehen, so Pasterk, "weil Häupl mit dieser Entscheidung seine eigenen Ambitionen in Richtung Bundespolitik am besten intakt halten kann und am wenigsten gefährdet."

Häupl sei nicht Bruno Kreisky, der in dieser Situation "der in permanenter Agonie liegenden Bundes-SPÖ, die stets versucht, sich die eigene Krise zur Existenzgrundlage zu machen, zu neuen Ufern und zu anderen Strategie-Modellen verhelfen" würde. Pasterk über Häupl:
"Der derzeit mächtigste Exponent der Sozialdemokratie, der in Wien den Idealtypus des Fiaker als sozialistische Modeerrungenschaft zelebriert, ist nicht nur Pragmatiker der Macht und Seismograf der Stammtische - er ist auch eingefleischter Großkoalitionär."

Häupl wolle, so Pasterk im "profil"-Gastkommentar, nach den Wiener Wahlen die Macht in der Bundes-SPÖ übernehmen: "Nach der "Mutter aller Schlachten" wird Michael Häupl, der schon Viktor Klima statt Vranitzky und dann Gusenbauer statt Klima auf den Thron hob, endgültig als der Hoffnungsträger der österreichischen Sozialdemokratie gelten. Er könnte zwar - mit einem anderen Bürgermeister - dem Rot-Grün-Experiment in Wien seinen Sanktus geben, ehe er - halb zieht sie ihn, halb sinkt er hin - in die Bundespolitik wechselt. Aber Häupl wechselt nicht als Oppositionspolitiker in die Bundespolitik. Wenn schon, dann als Kanzler oder Vizekanzler in einer Neu-Auflage von Rot-Schwarz oder Schwarz-Rot. Also wird auch der (die) nächste Bürgermeister(in) von Häupls Gnaden einer rot-schwarzen Wiener Landesregierung vorstehen."

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