"Thema" am 18. Dezember: "Atemlos - Leben mit dem Rucksack"

Wien (OTS) - Barbara van Melle präsentiert am Montag, dem 18. Dezember 2000, um 21.05 Uhr in ORF 2 unter anderem folgende Themen:

Tragödie Tiertransporte - Die unendliche Geschichte
Seit 1991 dokumentiert der deutsche Journalist Manfred Karremann, unter welchen qualvollen Bedingungen Schlachtvieh quer durch Europa transportiert wird. Mitte der neunziger Jahre - auch "Thema" hat damals berichtet - zeigten die erschütternden Bilder Wirkung:
Politiker versprachen Maßnahmen gegen die Tierquälerei beim Viehtransport. In seiner neuen TV-Dokumentation zeigt Karremann, dass sich entgegen aller Beteuerungen nichts verbessert hat. Ganz im Gegenteil: Vor allem auf der Schiene haben die Schlachtviehexporte deutlich zugenommen, gerade dort sind die Bedingungen so katastrophal wie eh und je. Manfred Karremann hat einen Schlachtviehtransport von Norddeutschland bis in einen kroatischen Hafen, wo die Tiere für den Nahen Osten verschifft werden, mit der Kamera begleitet. Für "Thema" hat Alexander Steinbach die aktuelle Karremann-Reportage bearbeitet.

Atemlos - Leben mit dem Rucksack
Die fünfjährige Maleen könnte ohne den kleinen Rucksack, den sie ständig am Rücken trägt, nicht überleben. Über ihn wird das Mädchen mit lebensnotwendigen Medikamenten versorgt. Maleen leidet an primärer pulmonaler Hypertonie, einer Lungenhochdruckerkrankung. PPH ist mit unsäglichen Qualen verbunden. Unbehandelt führt sie, durch das Versagen der Lunge, in wenigen Jahren zum Tod. Oft wird die Krankheit von Ärzten nicht erkannt, für viele Betroffene kommt die Hilfe zu spät. Österreichweit sind einige hundert Menschen betroffen, die Zahl steigt. Maleen wird in einem Zentrum in New York behandelt, in Österreich fehlen geeignete medizinische Einrichtungen. - Eine Selbsthilfegruppe kämpft nun für die Errichtung des ersten PPH-Zentrums in Wien, wie Barbara van Melle für "Thema" berichtet.

UNO-Preis für Mutter Courage
Am Donnerstag würdigte die UNO Ute Bocks Engagement für Asylwerber mit dem UNHCR-Flüchtlingspreis und 100.000 Schilling. Seit 40 Jahren kümmert sich Ute Bock um in- und ausländische Jugendliche. Vergangenes Jahr wurden in ihrem Heim in der Wiener Zohmanngasse bei einer Drogenrazzia 30 Schwarzafrikaner verhaftet. Einige wurden bereits wieder aus der U-Haft entlassen. Frau Bock wurde es grundsätzlich verboten, Asylwerber weiterhin aufzunehmen, außer den Personen, die ihr von der Gemeinde Wien zugewiesen werden. Frau Bock droht auch ein Disziplinarverfahren. Sie gründete daraufhin in Eigeninitiative fünf Wohngemeinschaften, die sie nun neben ihrer Tätigkeit in der Zohmanngasse betreut. - Für "Thema" hat Christoph Feurstein das Porträt dieser Frau gestaltet, die Zivilcourage zu ihrem Lebensmotto gemacht hat.

Hochsaison für Rauschebärte
Vorbei sind die Zeiten, als die Kinder in Österreich noch wussten, wer am 24. Dezember die Geschenke bringt. Die Illusion vom Christkind konnte in den vergangenen Jahren selbst von bemühten Eltern nur noch schwer aufrecht erhalten werden. Denn der Einzug von Weihnachtsmann, Santa Claus und Väterchen Frost in Werbung, Auslagen und Einkaufsstraßen sorgt für Verwirrung. Kaufhäuser laden zur Bastelstunde mit dem Weihnachtsmann und einem echten Rentier, lassen Santa Claus für das Publikum steppen oder Schnee herbeizaubern. - In "Thema" berichtet Eva Kordesch über die Hochsaison der Rauschebärte.

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