Eisenbahner-Gewerkschaft lässt Gehaltsverhandlungen platzen

Gewerkschaft ignoriert soziale Gerechtigkeit

Nach der 9. Verhandlungsrunde ließ heute die Gewerkschaft der Eisenbahner die Gehaltsverhandlungen platzen. Der Vorstand der ÖBB hat eine durchschnittliche Gehaltserhöhung von 2,3 % angeboten. Konkret bedeutet dies, dass besonders kleine Gehaltsgruppen überdurchschnittliche Lohnerhöhungen erhalten hätten: Zwischen 2,9 % und 3,5 %. Diese Maßnahme kommt immerhin 1/3 der kleinsten Einkommen der ÖBB Mitarbeiter zugute. Wenn man die zusätzliche Dynamik durch automatische Vorrückungen mitberücksichtigt, hätte das für diese kleineren Einkommensgruppen bis zu 5,2 % mehr am Gehaltszettel gebracht.****

Der Vorsitzende der Eisenbahner-Gewerkschaft Wilhelm Haberzettl hat dies abgelehnt: Er möchte zusätzlich dazu auch für die besser verdienenden ÖBB-Mitarbeiter 2,9 % mehr Gehalt. Das hätte in Summe fast ATS 1,3 Mrd. ausgemacht, die trotz der erfolgreichen Entwicklung der ÖBB nicht möglich sind.
Mit dieser Forderung lag Haberzettl unverhältnismäßig hoch gegenüber vergleichbaren Berufsgruppen.
Haberzettl hat diese Verhandlungen aus diesem unverständlichen Grund abgebrochen. Die Gewerkschaft versucht nun - eine Woche vor Weichnachten - die ÖBB Mitarbeiter zu einem Streik zu veranlassen.

Bereits der von der Gewerkschaft initiierte Streik der Eisenbahner im Mai hat gezeigt, dass nur 6 000 von 50 000 ÖBB Mitarbeitern sich an so einem Streik beteiligt haben. Einer der Gründe mag daran gelegen sein, dass das Management der ÖBB nur für erbrachte Leistungen zahlt; die Stunden des Streiks wurden vom Gehalt abgezogen.

Haberzettl hatte übrigens zugesagt, erst nach Rücksprache mit dem ÖBB Vorstand die Medien zu informieren. Die Rücksprache hat nicht stattgefunden.
In diesen Minuten hat sich Gewerkschaftspräsident Verzetnitsch als Vermittler in die internen Beratungen der Gewerkschaft eingeschaltet.

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