Eisenbahner-Gehaltsverhandlungen ergebnislos abgebrochen!

Gewerkschaft der Eisenbahner berät derzeit über weitere Vorgangsweise

Wien (ÖGB/GdE). Nach bisher neun Runden wurden heute, Freitag, die Gehaltsverhandlungen zwischen dem ÖBB-Vorstand und der Gewerkschaft der Eisenbahner ergebnislos abgebrochen. Wie der Vorsitzende der Eisenbahnergewerkschaft, Wilhelm Haberzettl, erklärte, sei das "letzte und einzige" Angebot der ÖBB-Verhandlungspartner mit "600 Schilling für alle ÖBB-Dienstnehmer" unannehmbar gewesen. Die Gewerkschaft der Eisenbahner hatte zuletzt eine Erhöhung der Gehälter um 2,9 Prozent in ihrer Gesamtheit, aufgeteilt auf eine Einmalzahlung noch im Jahr 2000 - davon wären im Jahr 2001 nur 2,16 Prozent bilanzwirksam geworden - gefordert. Die Gewerkschaft der Eisenbahner berät derzeit in einer Sitzung der Zentralleitung über ihre weitere Vorgangsweise.++++

Haberzettl wies darauf hin, dass die Forderung der Gewerkschaft der Eisenbahner unter Berücksichtigung der weiteren positiven Unternehmensentwicklung und der für das Jahr 2001 vorausgesagten Inflation von 1,9 Prozent erhoben wurde. "Außerdem müssen auch die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner aufgrund eines höchstgerichtlichen Entscheids Arbeitslosenversicherungsbeiträge (im Jahr 2001 ein weiteres Prozent mehr) zahlen, während bei anderen Ausgliederungen des Bundes nur die Neueintretenden erfasst werden", hielt der GdE-Vorsitzende fest. Im übrigen hat der ÖBB-Vorstand die - von Unternehmensseite immer wieder präsentierten - Rekordergebnisse dem Arbeitseinsatz und dem Ehrgeiz der Mitarbeiter zu verdanken.

Der Vorsitzende der Eisenbahnergewerkschaft deponierte darüber hinaus - unabhängig der zu beschließenden künftigen Vorgangsweise -die weitere Gesprächsbereitschaft der Gewerkschaft.
(Schluss)

ÖGB, 15. Dezember 2000
Nr. 1091

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