RASINGER: GEWALTIGES SPITALSREFORMPAKET SICHERT INTERNATIONALEN SPITZENPLATZ Verbesserung der Versorgungsdichte durch Neuregelung der

Spitalsfinanzierung
und -planung =

Wien, 15. Dezember 2000 (ÖVP-PK) Unter wesentlicher Beteiligung von Staatssekretär Reinhart Waneck, der ruhig, aber sehr beharrlich verhandelte, gelang es, ein sehenswertes Paket zwischen Bund und Ländern abzuschließen. Dieses Paket umfasst die Neuregelung der Spitalsfinanzierung für weitere vier Jahre, den Krankenanstalten- und Großgeräteplan und einen Staatsvertrag zwischen Bund und Ländern sowie Regelungen im ASVG, Krankenanstaltengesetz und Dokumentationsgesetz. Mit der zusätzlichen Einigung beim AKH und bei den Privatkrankenanstalten gelang ein Quantensprung in der Versorgung. Das sagte heute, Freitag, ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger. ****

Die wesentlichsten Punkte:

1) Statt reiner Zusperrpläne bei den Spitälern und Bettenreduktionskosmetik wurden gemeinsam mit den Ländern neue Versorgungsschwerpunkte definiert:
- Bis 2005 sollen 2.300 Akutgeriatrie- und Remobilisationsbetten an 60 Standorten geschaffen werden;
- 400 Hospizbetten sollen in Österreich das unmenschliche holländische Modell der Euthanasie überflüssig machen;
- 480 psychosomatische Betten sollen die Unterversorgung in diesem Bereich verbessern.

2) Es sollen Departments für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, plastische Chirurgie und Unfallchirurgie, Pulmologie, Akutgeriatrie, Remobilisation und Psychosomatik im Rahmen von übergeordneten Abteilungen als "Departments" möglich sein. (Mindestens drei Fachärzte sind dazu vorzusehen.) Dadurch ist es möglich, diese Fächer auch in kleineren Spitälern anzubieten.

3) In den Fächern Augenheilkunde, HNO, Orthopädie und Urologie können zur Abdeckung von Versorgungslücken in Regionen mit geringer Besiedelung statt Vollabteilungen Fachschwerpunkte mit acht bis maximal 14 Betten eingerichtet werden.

4) Tageskliniken sollen vermehrt angeboten werden.

5) Die Kooperation benachbarter Krankenanstalten soll ermöglicht werden. Dies kann zu Zusammenschlüssen einzelner Abteilungen oder ganzer Krankenanstalten führen.

6) Die Kooperation zwischen intra- und extramuralem Sektor in teureren Leistungsbereichen wie z.B. Radiologie soll möglich sein.

7) Es wurde eine Leistungsangebotsplanung in folgenden Bereichen definiert: onkologische Versorgung, Stammzelltransplantation, nuklearmedizinische Therapie, Herzchirurgie, Kinderkardiologie, Lebertransplantation, Nierentransplantation, Stroke Unit, Neonatologie und Chronische Hämodialyse. "Dadurch soll definiert werden, wer welche Leistungen wo zu welcher Qualität erbringen soll. Neben der Verbesserung der Versorgung soll damit auch der Qualitätssicherung größte Bedeutung geschenkt werden", so Rasinger.

8) Es erfolgt auch eine Leistungsangebotsplanung für Orthopädie, Unfallchirurgie sowie Urologie. Diese soll bei der nächsten Revision des Spitalsplans um die Bereiche Augenheilkunde, Chirurgie und HNO erweitert werden.

9) Pro Spitalstag sind zehn Schilling für eine verschuldensunabhängige Patientenentschädigung vorgesehen. Dadurch soll bundesländerweise rasch und unbürokratisch geschädigten Patienten geholfen werden.

"Dieses umfassende Spitalspaket bedeutet einen Quantensprung in der Spitalsversorgung der österreichischen Patienten. Eine besser definierte Versorgung und höhere Qualitätsnormen werden letztendlich dem Patienten zugute kommen. International nimmt Österreich damit einen Spitzenplatz ein und verlässt den Weg der nutzlosen Bettenabbaukosmetik. Zusätzlich kam es zur Einigung bei der Finanzierung des AKH. Weiters wurde eine Lösung bei den Privatkrankenanstalten gefunden, die eine faire leistungsorientierte Finanzierungslösung und ein Recht auf freie Arztwahl ohne Chefarztschikanen gewährleistet. Die in der letzten Woche damit beschlossenen Maßnahmen seitens der ÖVP-FPÖ-Regierung sind ein gewaltiges Spitalsreformpaket und ein klares Bekenntnis, dass eine Spitalsversorgung auf hohem Niveau für alle - unabhängig von ihrem Einkommen - Vorrang vor allfälligen Rationierungsideen mancher hat", schloss Rasinger.
(Schluss)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK/ÖVP-PK