PECHER: KAPITALMARKTOFFENSIVE DER BUNDESREGIERUNG BIETET NEUE CHANCEN FÜR MITARBEITER/INNEN UND UNTERNEHMEN

Wien, 15. Dezember 2000 (ÖVP-PK) ÖVP-Industriesprecherin Abg. Mag. Martina Pecher begrüßte heute, Freitag, die Kapitalmarktoffensive der Bundesregierung als "dringend notwendige Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes, vor allem im Bereich New Economy." Das Kapitalmarktgesetz wurde in der gestrigen Sitzung des Nationalrates beschlossen.****

"Vielen Mitarbeiter/innen genügt es nicht mehr, einen sicheren Arbeitsplatz, eigenständigen Verantwortungsbereich oder hohe Gehälter zu haben. Sie wollen auch direkt am Unternehmenserfolg beteiligt sein. Dafür bevorzugen auch viele einen Arbeitsplatz außerhalb Österreichs, weil es in vielen Ländern bereits bessere steuerliche Modelle für die Mitarbeiterbeteiligung gibt. Besonders hochqualifizierte Mitarbeiter/innen gehen dadurch dem Wirtschaftsstandort Österreich verloren und Wachstums- und Innovationskraft bestehender Unternehmen der New Economy sind dadurch gefährdet", meinte Pecher. Dazu komme die bekannte Kapitalschwäche österreichischer Unternehmen, die besonders Innovation und Wachstum behindert und einen häufigen Insolvenzgrund darstelle. Die Belebung des Kapital- und Aktienmarktes sei daher auch unter diesem Gesichtspunkt dringend zu unterstützen.

"Die Schwäche des österreichischen Aktienmarktes spiegelt nicht nur die Einschätzung der internationalen Anleger über die individuellen Wachstumsaussichten der Unternehmen wider. Die Anleger erwägen auch die Rahmenbedingungen, innerhalb derer die Unternehmen arbeiten. Insofern schließen die Börsenbewertungen von Unternehmen immer auch indirekt eine Bewertung der jeweiligen nationalen Wirtschaftspolitik, der Qualität des Standorts ein", erklärte Pecher

Mit der Kapitalmarktoffensive setzt die Bundesregierung zahlreiche Impulse für den heimischen Kapitalmarkt und damit in den Wirtschaftstandort Österreich. Im Einzelnen geht es um

  • die Verdoppelung des Freibetrages bei der Mitarbeiterbeteiligung auf 20.000 Schilling/Jahr,
  • die Begünstigung von Stock-Options,
  • die Abzugsfähigkeit von Zuwendungen an Belegschaftsbeteiligungs-Stiftungen und
  • die Streichung der seit der Steuerreform 2000 vorgesehenen Spekulationsertragsteuer.

Die Verdoppelung des Freibetrages von 10.000 Schilling auf 20.000 Schilling pro Jahr lässt eine Vermehrung von Mitarbeiterbeteiligungen erwarten und macht breite Bevölkerungskreise mit dem Sparen im Unternehmen vertraut. Die steuerlichen Begünstigungen bei Stock-Options sind vor allem für junge wachstumsorientierte Unternehmen interessant. Die beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten eine umso höhere steuerliche Begünstigung (maximal 50 Prozent), je länger sie im Unternehmen bleiben und ihr anteiliges Kapital dem Unternehmen zur Verfügung steht, schloss Pecher. (Schluss)

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