VP-Karl: Behinderte Kinder haben ein Recht auf Leben

Helfen statt strafen, aber NICHT töten statt lieben

Wien (ÖVP-Klub) Bestürzt zeigte sich heute VP-Gemeinderat und Behindertensprecher Franz KARL über die Forderung der Grünen nach der Möglichkeit "bis eine Minute vor der Geburt" abtreiben zu können, wenn es sich um ein behindertes Kind handelt. "Diese Forderung und der grüne Standpunkt zu diesem Thema ist für mich barbarisch", so KARL in seiner Rede vor dem heutigen Wiener Gemeinderat. "Auch behinderte Kinder haben ein Recht auf Leben."***

Die derzeitige Regelung, nach der ein Schwangerschaftsabbruch bis zum dritten Monat straffrei ist, bezeichnete KARL als "ausreichend und in Ordnung". Um klarzustellen, daß "hier nicht der Blinde von der Farbe redet", merkte KARL an, daß er mit diesem Thema sehr persönliche Erfahrung habe. Karls Sohn war behindert und verstarb im Alter von vier Jahren an Muskelschwund. "Es wäre ein Verbrechen gewesen dieses Kind abzutreiben, es war das glücklichste Kind, das mir je begegnet ist und es hat sein Leben nicht umsonst gelebt."

KARL sprach sich klar und deutlich gegen die eugenische Indikation aus. "Meiner Meinung nach widerspricht die eugenische Indikation ganz klar der Bundesverfassung im Sinne des Diskriminierungsverbots behinderter Menschen." Es sei geradezu absurd, wenn sich eine Partei wie die Grünen, die sich angeblich um den Lebensraum von Fröschen und Lurchen sorgt, bei der Frage der Abtreibung einen derartig barbarischen Standpunkt einnehme.

Selbst wenn man der Meinung sei, daß man einer Familie nicht zumuten könne ein behindertes Kind in die Welt zu setzen, so gäbe es über die Fristenlösung hinaus die medizinische Indikation, daß ein Abbruch bis zur Abwendung einer "nicht anders abwendbaren ernsten Gefahr für das Leben oder eines schweren Schadens für die körperliche oder seelische Gesundheit der Schwangeren erforderlich ist". Auch behinderte Kinder hätten aber grundsätzlich ein Recht auf Leben. "Helfen statt Strafen" könne er, Franz KARL, aus ganzem Herzen unterstützen, "Töten statt Lieben" hingegen sei kein akzeptabler Weg.***

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Daniel KOSAK (Pressesprecher)
Tel.: (01) 4000 / 81 915
Fax: (01) 4000 / 99 819 15
E-mail: presse@oevp.wien.at
http://www.oevp-wien.at

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR/VPR