Fischer: Ungarn passierte auf dem Weg in die EU eines der wichtigsten Tore

Ader: Ungarn einer der am besten auf den EU-Beitritt vorbereiteten Beitrittswerber

Wien (SK) "Wenn man das Bild verwenden will, dass auf dem Weg in die Europäische Union viele Tore zu passieren sind, dann hat Ungarn eben eines der wichtigsten Tore passiert. Die Chancen sind besser und absehbarer. In Wien und Österreich begrüßt man diese gute Entwicklung", erklärte Nationalratspräsident Heinz Fischer Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ungarischen Parlamentspräsident Janos Ader. Der Termin des Treffens der Parlamentspräsidenten Ungarn und Österreichs sei "unmittelbar nach dem wichtigen Gipfel von Nizza gut gewählt". "Die Ergebnisse und Konsequenzen des Gipfels waren auch das Hauptthema der Gespräche." Ader wies auf die gute wirtschaftliche Performance Ungarns hin:
"Sicherlich ist Ihnen bekannt, dass der letzte Fortschrittsbericht über die Beitrittswerber Ungarn als eines der am besten vorbereiteten Länder bezeichnet. Dahinter stehen die Leistungen der letzten zehn Jahre." ****

"Seit zehn Jahren gibt es eine gute Tradition der regen Kontakte zwischen den Parlamentspräsidenten Ungarns und Österreichs. Mit diesem Besuch setzen wir diese Tradition fort", betonte Fischer. "Wir haben in Übereinstimmung festgestellt, dass die ungarisch-österreichischen Beziehungen nach wie vor ausgezeichnet sind."

Ungarn arbeite seit 1990 auf Basis eines breiten parlamentarischen Konsenses in Richtung des EU-Beitritts, so Ader. Der ungarische Parlamentspräsidenten betonte die positiven "makroökonomischen Kennziffern Ungarns".

Die Inflationsrate Ungarns sei in den letzten fünf Jahren von 30 auf 10 Prozent gesunken, die Arbeitslosenquote von 10 auf unter 6 Prozent und das BIP sei "jährlich immer um über 4 Prozent angestiegen, im ersten Halbjahr 2000 sogar um 6 Prozent", unterstrich Ader.

"Der Anteil der ungarischen Abgeordneten im Europäischen Parlament wird größer als jener der ungarischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung der Europäischen Union", so Fischer. Das österreichische Parlament sei zu "jeder Form der Zusammenarbeit" bereit: "Ungarn ist ein befreundetes Nachbarland. Es gibt eine Politik der offenen Akten, der offenen Türen und der ausgetauschten Erfahrungen", schloss Fischer. (Schluss) me

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