Sima: Tschernobyl-Schließung ist Freudentag für weltweite Anti-Atom-Bewegung"

"Atom-Ausstieg auf EU-Ebene weitertreiben. Österreich muss mit Verbündeten Offensive starten"

Wien (SK) Ein Freudentag für die Anti-Atom-Bewegung weltweit ist nach Aussagen von SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima der morgige Freitag, an dem das AKW Tschernobyl endgültig vom Netz genommen wird. "Tschernobyl ist das traurige Symbol für die todbringende Gefahr, die von Atomkraftwerken ausgeht. Fast 15 Jahre nach der Katastrophe wird die massive Bedrohung endlich abgestellt, die fatalen Folgen des Unfalls von 1986 sind jedoch bis zum heutigen Tag für unzählige Menschen in der Ukraine allgegenwärtig." ****

Nach Ansicht Simas müsse der Atom-Ausstieg mit allen Mitteln auf EU-Ebene vorangetrieben werden. "Leider geht das Engagement der EU-Kommission in eine völlige anderer Richtung. Im kürzlich vorgelegten Entwurf für ein Grünbuch zur Energieversorgung wird die Atomenergie als unverzichtbar bezeichnet," kritisiert die Umweltsprecherin. "Zahlreiche EU-Politiker haben, hat aus der Vergangenheit offensichtlich nichts gelernt." Sie fordert Bundeskanzler Schüssel auf, auf EU-Ebene vehement gegen die weitere Förderung der Nuklearenergie aufzutreten: "Deutschland stellt dabei einen starken Verbündeten dar, mit dem Österreich gemeinsam in die Offensive gehen muss.

Der Förderung von ökologischen Alternativen in der Energiegewinnung muss künftig oberste Priorität eingeräumt werden." Ein Wermutstropfen in der jetzigen Freude über die Schließung Tschernobyls sei demnach die Finanzierung der Ersatzreaktoren "K2/R4" durch die Osteuropabank und die EU-Kommission. "Anstatt in sinnvolle Alternativen zu investieren, wird mit westlichen Steuergeldern Atomenergie weiterhin gefördert. Offensichtlich reichte der Super-GAU von Tschernobyl nicht aus, um ein Umdenken in den Köpfen der zuständigen Politiker zu bewirken", bedauert Sima abschließend. (Schluss) se/mp

Rückfragehinweis: Ulli Sima, 0664/23 063 67

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