LR Rein: Neue flexible Schienenangebote sind gefragt

Überarbeitete Güterverkehrsstudie liegt vor

Bregenz (VLK) - Nach der kürzlich fertig gestellten
Überarbeitung der Güterverkehrsstudie 1996/97 muss von
deutlich geringeren Verlagerungspotenzialen von der Straße
auf die Schiene ausgegangen werden. Maßgebliche Ursache dafür
sind Kürzungen im Angebot der Deutschen Bahn, die sich mit
der Schließung der Güterterminals Ravensburg und Donauwörth praktisch aus der Region Bodensee-Oberschwaben verabschiedet
hat. ****

Vorarlbergs Verkehrslandesrat Manfred Rein will sich mit
dieser Entwicklung nicht abfinden. Das Land Vorarlberg werde gemeinsam mit Baden-Württemberg weiterhin in Gesprächen mit
den Bahnen und der verladenden Wirtschaft Vorstöße für neue Schienenangebote unternehmen.

Der seit Jahren gut funktionierende kombinierte Verkehr
von Vorarlberg nach Ostösterreich zeige, dass die Bahn im
Vergleich zur Straße konkurrenzfähig sein kann, betont Rein. Deshalb dürfen auch im grenzüberschreitenden
Schienengüterverkehr "die Bücher nicht geschlossen werden".
Im Rahmen der Liberalisierung müssen kleinere flexible Schienenverkehrsunternehmen eingeladen werden, diesen Markt,
der von den Staatsbahnen nicht mehr bearbeitet wird, zu
übernehmen. Laut Rein hat sich die Mittelthurgaubahn in
ersten Gesprächen sehr interessiert gezeigt, im östlichen Bodenseeraum beim Schienengüterverkehr einzusteigen.

Verlagerungen auf die Schiene erhofft sich Landesrat Rein
auch durch die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe
(LSVA), die mit 1. Jänner 2001 in der Schweiz eingeführt wird
und den Straßentransport verteuert. "Bei der
Wegekostendiskussion und bei Überlegungen rund um das Road
Pricing sollten die EU-Staaten das Schweizer Modell zum
Vorbild nehmen", empfiehlt Rein.
(gw,nvl)

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