ÖAMTC fordert mehr Sachlichkeit zum Thema Flugrettung

Club lädt Prinzhorn erneut zum gemeinsamen Pressegespräch

Wien (ÖAMTC-Presse) - Der ÖAMTC stellt sowohl bei der ARGE Flugrettung als auch beim freiheitlichen Wirtschaftssprecher Thomas Prinzhorn massiven Informationsbedarf zum Thema Flugrettung fest. Um diese offenen Fragen gemeinsam mit Herrn Prinzhorn und Vertretern der ARGE endlich im Dialog restlos klären zu können, wiederholt der Club seine Einladung zu einem gemeinsamen Pressegespräch.

Verwundert zeigt sich der ÖAMTC über die Unkenntnis des Herrn Achatz in Bezug auf den Ausgang des von ihm initiierten Beschwerdeverfahrens beim Bundesvergabeamt. Das Verfahren wurde nämlich bereits Anfang November 2000 abgeschlossen, der für Herrn Achatz negative Bescheid sollte ihm per Post mittlerweile längst zugestellt worden sein.

Konform geht der Club mit der Behauptung Prinzhorns "Private würden billiger fliegen als der Staat." Der ÖAMTC kann tatsächlich als privater, politisch unabhängiger Verein günstiger fliegen als dies dem Innenministerium bisher möglich war. Mehr noch: Der ÖAMTC kann als einziger privater Betreiber einer hochmodernen Notarzthubschrauberflotte die österreichweite Sicherung der Flugrettung garantieren.

Unwahr ist die Beghauptung, die ARGE Flugrettung würde billiger fliegen als der ÖAMTC. Wahr ist vielmehr das Gegenteil: Während die ARGE ihren Patienten - trotz Einsatz veralteten Fluggerätes - für jeden geflogenen Einsatz pro Flugminute S 895.- verrechnet, bekommt lediglich knapp ein Viertel aller vom ÖAMTC geretteten Patienten eine Rechnung, der Rest wird mit den Sozialversicherungen abgewickelt. Von diesem Viertel - es handelt sich um Einsätze nach einem Sport- oder Freizeitunfall im alpinen Gelände - sind 95 Prozent durch private Zusatzversicherungen geschützt. Außerdem werden nicht S 895.-sondern lediglich S 704.- pro Flugminute vom Club verrechnet, macht bei einer durchschnittlichen Einsatzdauer von 27 Minuten eine Differenz von S 5.157.-. Und für soziale Härtefälle hat der Club seit Jahren eigens einen Kulanzfond eingerichtet.

Nicht nachvollziehbar ist die Idee der ARGE Flugrettung, permanent mit zwei Piloten fliegen zu wollen. Dies ist laut internationalen Flugrettungsrichtlinien nämlich nur bei Überland-Nachtflügen vorgeschrieben. Eine generelle Besetzung mit zwei Piloten würde beispielsweise bei 13 Standorten jährliche Mehrkosten von rund 45 Millionen Schilling verursachen, wenn der Wunsch Prinzhorns realisiert würde. Diese Kosten müsste allerdings entweder der Patient oder der Steuerzahler tragen.

Derzeit fliegt der ÖAMTC als einziger privater Flugrettungsbetreiber in Österreich nach den neuen Richtlinien mit einem den Piloten unterstützenden Besatzungsmitglied (HEMS Crew Member). Der ÖAMTC ist auch der einzige private Betreiber, der solche Besatzungsmitglieder ausbildet und einsetzt.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Stefan Skrabal

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