FSG-GPA zu Selbstbehalten: Regierung plant bereits nächste Belastungswelle

FSG-GPA-Vorsitzender Nischkauer kündigt Informationskampagne in den Betrieben an

Wien (FSG). "Nachdem die Arbeitnehmer die jüngsten
Belastungspakete gerade erst zu spüren bekommen, kündigt die Regierung bereits die nächsten Anschläge auf das Sozialsystem an. Der Vorstoß, einen allgemeinen Selbstbehalt von zwanzig Prozent bei jedem Arztbesuch einzuführen, zeigt einmal mehr die arbeitnehmerfeindliche Haltung der blau-schwarzen Regierung", erklärt der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter in der GPA, Norbert Nischkauer.++++

Diese Form des Selbstbehaltes trifft jene, die besonders auf die Leistungen des Gesundheitssystems angewiesen sind, nämlich alte Menschen und Kranke. Anstelle die Selbstbehalte bei Ambulanzbesuchen zu überdenken, will die Regierung wieder eine Forderung der Wirtschaft erfüllen. Die jüngsten Äußerungen des Wirtschaftskammerpräsidenten Leitl stellen das unter Beweis und zeigen, dass die Regierung am Gängelband der Wirtschaft hängt. Zudem will sich offensichtlich die Wirtschaft von ihrer Mitverantwortung für die Finanzierung des Gesundheitssystems verabschieden und alle Lasten auf die Patienten abwälzen.

Nischkauer: "Die FSG-GPA lehnt die erneute Offensive gegen die Arbeitnehmer entschieden ab und wird eine Informationskampagne in den Betrieben zum Thema Selbstbehalt in der Krankenversicherung starten."

FSG, 13. Dezember 2000
Nr. 194

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