Ärztereferentin widerspricht "angeblichen" Experten

Ein Rülpser mit falschen Zahlen

Wien (GdG/ÖGB). Der Gesundheitsökonom Dr. Christian Köck hat heute in einem Interview für die Tageszeitung "Der Standard" behauptet, dass die Wahrscheinlichkeit in einem Spital "aufgrund eines Behandlungs- oder Ablauffehlers zu sterben, eins zu 200 ist". Die Ärztereferentin der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Dr. Sabine Oberhauser, widerspricht dieser Behauptung.++++

Oberhauser: "Die Behauptung, dass die Wahrscheinlichkeit eins zu 200 ist, dass man in einem Spital auf Grund eines Behandlungs- oder Ablauffehlers stirbt zeigt, welch großer 'Experte' Herr Dr. Köck in Wahrheit ist. Allein in den Wiener Spitälern werden pro Jahr ca. drei Millionen ambulante PatientInnen betreut. Im Jahr 1999 waren ca. 400 000 PatientInnen stationär in Behandlung. Das hieße, dass ca. 17.000 Patienten alleine durch 'Fehler' zu Tode gekommen wären. In Wien versterben pro Jahr insgesamt weniger als 20.000 Personen, und das nicht nur in Spitälern."

Die Ärztereferentin weiter: "Nicht nur dass Dr. Köck den in den Spitälern tätigen Personen aller Berufsgruppen die 'Mithilfe zur, oder die fahrlässige Tötung' von PatientInnen unterstellt, auch die von ihm genannten falschen Zahlen zeigen, wie viel von solchen 'Rülpsern' zu halten ist. Ich verwehre mich als Gewerkschaftsvertreterin der Ärztinnen und Ärzte in den Wiener Gemeindespitälern, dass solche unqualifizierten Äußerungen erstens die Patienten verunsichern, und zweitens den zu Recht guten Ruf der Spitäler schädigen."(ff)

ÖGB, 13. Dezember 2000
Nr. 1085

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