ORF-Kuratorium genehmigt Finanzplan 2001: Mehr Geld für ORF-Programme, Landesstudios und technische Innovationen

Wien, (OTS) - Das ORF-Kuratorium, unter der Leitung von
Vorsitzendem Univ.-Prof. Rektor Leopold März, genehmigte in seiner Sitzung am Mittwoch, dem 13. Dezember 2000, einstimmig den vom Kaufmännischen Direktor Dr. Alexander Wrabetz vorgelegten Finanzplan 2001.

Kaufmännischer Direktor Dr. Wrabetz: "Der Finanzplan 2001 sieht trotz schwieriger Rahmenbedingungen und einer rundfunkgesetzlich unsicheren Situation wieder ein ausgeglichenes Jahresergebnis vor. Die erhöhten Werbeeinnahmen kommen 2001 den Programmen, den Landesstudios und der technologischen Zukunftssicherung zugute. Durch konsequente Sparmaßnahmen und zusätzliche Einnahmen aus Werbung kann zum dritten Mal auf eine Erhöhung der Gebühren verzichtet werden. Der ORF ist damit in einer anderen Situation als Rundfunkanstalten in vielen europäischen Ländern - wie zum Beispiel Deutschland oder Großbritannien -, wo eine Erhöhung der Rundfunkgebühren vollzogen wird."

Finanzplan 2001: Leichtes Plus bei Erträgen - geringerer Personalaufwand

Für das Budgetjahr 2001 sieht der ORF-Finanzplan Erträge in der Höhe von 10.640 Mio. Schilling vor, davon 4.978 Mio. Schilling Programmentgelte, 5.012 Mio. Schilling Werbeerträge, 273 Mio. Schilling Zinserträge, 165 Mio. Schilling Programmverwertung, 93 Mio. Schilling Sonstige Erträge und 119 Mio. Schilling Erträge aus Beteiligungen. Insgesamt steigen die Erträge im Finanzplan 2001 um 2,8 Prozent gegenüber dem Finanzplan 2000. Die Aufwendungen betragen 10.634,6 Mio. Schilling, das Ergebnis der Gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) wird voraussichtlich + 54 Mio. Schilling betragen.

Der Personalaufwand im Finanzplan 2001 kann im Vergleich zum Budget 2000 leicht reduziert werden. Grund sind sinkende Aufwendungen für Pensionen. Der Personalstand 2001 wird mit 2.695 Dienstposten unverändert bleiben.

Auch 2001 keine Gebührenerhöhung

Auf Grund des konsequent weiterverfolgten ORF-internen Sparkurses und der zu erwartenden Mehreinnahmen aus Werbeerträgen wird es im Jahr 2001 - zum dritten Mal in Folge - keine Gebührenerhöhung geben. Zuletzt fand eine solche Anpassung zum 1. Jänner 1998 statt. Auf Grund des effizienteren Gebührenmanagements im Rahmen der Gebühren Info Service GmbH (GIS) steigen die Erträge aus Programmentgelten von rund 4.886,4 Mio. Schilling (Finanzplan 2000) um 91,6 Mio. Schilling oder 1,9 Prozent auf 4.978,0 Mio. Schilling im Finanzplan 2001. Auf Grund des neu organisierten und verbesserten Gebührenmanagements konnte im Jahr 2000 ein Rekord bei den Anmeldungen erzielt werden.

Mehr Geld für öffentlich-rechtliche Programmleistungen

- Fernsehen: Auf Grund der Ertragszuwächse in der Höhe von knapp 300 Millionen Schilling werden auch im Jahr 2001 höhere Investitionen in die Programme erfolgen. Im Fernsehen werden dabei die Schwerpunkte des Jahres 2000 in den Bereichen Information, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur auch für 2001 bestimmend sein. Im Bereich Sport gibt es ein Sonderbudget für die Berichterstattung von der Ski-WM in St. Anton.

- Radio: Die Positionierung von Österreich 1 als Sender für Festspiele, Musik, Kultur, Literatur, Feature, Wissenschaft, Religion wird im Jahr 2001 weiter ausgebaut, geplant ist auch der Programmschwerpunkt "Nebenan, Nachbarn in Europa". Ein weiterer Schwerpunkt ist der Internet-Auftritt von ON KULTUR.

- ORF-Landesstudios: Zusätzliche Mittel gibt es für die ORF-Landesstudios und deren umfangreiches Angebot in Radio, Fernsehen, Internet sowie im Off-Air-Bereich. Den ORF-Landesstudios, die das föderalistische Prinzip im ORF repräsentieren, steht im Jahr 2001 ein Budget von insgesamt 1,74 Milliarden Schilling zur Verfügung. Damit soll die regionale Kompetenz der Landesstudios, insbesondere in den Bereichen Information und Kultur, gestärkt werden.

Technologische Zukunftssicherung

Ein weiterer Schwerpunkt bei den Investitionen ist die technologische Zukunftssicherung, im Mittelpunkt steht dabei der Neubau des Newsrooms im ORF-Zentrum, der voraussichtlich Ende 2001 fertig gestellt sein und optimale Bedingungen für den weiteren Ausbau der Informationskompetenz bieten soll. Weitere große Investitionsprojekte sind die Erweiterung des Landesstudios in St. Pölten, die fortgesetzte Erneuerung von Regieplätzen in den Landesstudios und die Fertigstellung des ORF-Breitbandnetzes. Mit den technischen und baulichen Erweiterungen und Erneuerungen in den Landesstudios sollen diese die Möglichkeit erhalten, noch umfassender und schneller über regionale Inhalte zu informieren.

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