Purkersdorf: Erster Gemeindewald mit Ökoholz

WWF lobt Vorreiterrolle der Kommune

St.Pölten (NLK) - Der Purkersdorfer Gemeindewald - die Kommune verfügt über 73 Hektar - werde auf die strengen Auflagen des Forest Stewardship Council (FSC) überprüft, gaben heute Bürgermeister Mag. Karl Schlögl und WWF-Geschäftsführer Dr. Günther Lutschinger bekannt. Die Bewirtschaftungskriterien des FSC sollen aus Forsten wieder "Wälder voll Leben machen", die wirtschaftlich ertragreich sind und ökologisch sinnvoll geführt werden, sagte Schlögl. Man wolle jedenfalls keine Monokultur betreiben. Auch sei klar, dass man nicht nur in Österreich gegen den Raubbau auftreten müsse, sondern weltweit. Er sei jedenfalls zuversichtlich, dass man schon Anfang des kommenden Jahres das begehrte Zertifikat des FSC in Händen habe. Purkersdorf sei damit die erste Kommune, die Gemeindewald mit diesem Zertifikat schütze. Übrigens: Purkersdorf hat 82 Prozent der Gemeindefläche an Wald zur Verfügung.

Der Forest Stewardship Council wurde vor knapp zehn Jahren gegründet und kontrolliert als unabhängige, internationale Einrichtung die Einhaltung von Kriterien zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Er vergibt auch das FSC-Gütesiegel.

"Weltweit sind mittlerweile rund 21 Millionen Hektar Wald zertifiziert worden," meinte WWF-Geschäftsführer Dr. Lutschinger. Das sei immerhin zweieinhalb Mal so viel wie die Fläche Österreichs. Lutschinger lobte auch die Vorreiterrolle von Purkersdorf, die als erste Kommune mit ihrem Gemeindewald Ökoholz produziere.

In Österreich haben namhafte Betriebe bereits großes Interesse an Holz angemeldet, welches das FSC-Zertifikat trägt. Auch heimische Waldbesitzer stellen derzeit auf FSC-Bewirtschaftung um. Als Klimabündnis-Gemeinde, so war zu hören, hätte man die Verantwortung auch über die Tropen-Wälder übernommen. Da man den Ländern des Südens nicht etwas abverlangen könne, was vor der Haustür in Österreich nicht umgesetzt werden kann, sei die Beteiligung am international gültigen FSC-System eine Selbstverständlichkeit.

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