Brigitte Ederer in NEWS: "Rot-grün sehr ernsthaft ins Auge fassen." Utl .: Vorausmeldung zu NEWS Nr. 50 v. 14. Dezember 2000

Wien (OTS) - Im ersten Interview zu ihrem Wechsel aus der Politik
in den Siemens Österreich-Vorstand zieht die bisherige Wiener Finanzstadträtin Brigitte Ederer in NEWS Bilanz. Als einen Grund für die Abwanderung von Wählern von der SPÖ zur FPÖ nannte sie den fehlenden inhaltlichen Diskurs und ein Glaubwürdigkeitsproblem etwa in der Ausländerpolitik: "Es wurden zwar richtige Integrationsschritte gesetzt, aber man hat gemeint, das darf man nicht laut sagen, um nicht Wähler an die FPÖ zu verlieren. Und dann haben sich beide von der SPÖ abgewandt: Die einen sind zur FPÖ gegangen, die anderen haben Grün gewählt. Wir haben uns damit zwischen zwei Sessel gesetzt."

Zu einer rot-grünen Option meint Ederer: Wenn sich eine Mehrheit mit den Grünen ausgehe, "sollten wir diese sehr ernsthaft ins Auge fassen." Grundsätzlich halte sie die Grünen für regierungsfähig. Und zur Zusammenarbeit mit der ÖVP: "Es gibt eine Zeit nach Wolfgang Schüssel."

Ederers Abschied von der Politik könnte unter Umständen eine Rückkehr folgen. Im Interview bezeichnet die frühere EU-Staatssekretärin, SPÖ-Bundesgeschäftsführerin und zuletzt Wiener Stadträtin Politik als "wahrscheinlich das spannendste Geschäft, das es gibt." Jetzt wolle sie bei Siemens gute Arbeit machen. "Was in vier oder fünf Jahren ist, weiß niemand."

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