Spitzelaffäre Salzburg: NEWS veröffentlicht Gerichtsakten - Drei FPÖ-Landtagsabgeordnete unter Verdacht - Vorwürfe gegen FP-Chef Karl Schnell: Verdacht der Veruntreuung,

NS-Wiederbetätigung, üblen Nachrede, Kreditschädigung und Beihilfe zum Amtsmißbrauch Vorausmeldung zu NEWS Nr. 50 v. 14. Dezember 2000

Wien (OTS) - Gegen Salzburgs FPÖ-Chef Karl Schnell will die Justiz nicht nur wegen Verdachtes des Amtsmißbrauches bzw. der Beteiligung am Amtsmißbrauch in der Spitzelaffäre vorgehen. Wie aus dem Gerichtsakt hervorgeht, den das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen, Donnerstag, erscheinenden Ausgabe veröffentlicht, steht Schnell auch unter dem Verdacht der Veruntreuung von Parteigeldern. Schnell soll sich um Parteigeld ein Fischerei-Sonargerät und Kleidung gekauft haben. Zusätzlich ermitteln die Behörden auch wegen Verdachtes der NS-Wiederbetätigung gegen Schnell. Und dann gibt es auch noch Ermittlungen wegen Kreditschädigung und übler Nachrede gegen Schnell.

Gegen Schnells FPÖ Landtagskollegen Friedrich Wiedermann und gegen Schnell selbst ermitteln die Sonderfahnder der Spitzelkommission wegen des Verdachtes der illegalen Weitergabe einer Anzeige gegen BAWAG-Generaldirektor Helmut Elsner. Diese Anzeige an das Landesgericht Innsbruck im Zusammenhang mit der Atomic-Pleite soll Wiedermann besorgt und an Schnell weitergereicht haben. Schnell habe diese dann politisch verwendet.

Gegen den dritten Salzburger FPÖ-Landtagsabgeordneten, Helmut Naderer und wiederum Schnell, gehen die Fahnder laut Gerichtsakten wegen des Verdachtes der mißbräuchlichen Beschaffung und Verwendung von Sozialhilfedaten vor. Hier besteht der Verdacht, Naderer habe als stellvertretender Postenkommandant des Gendarmeriepostens Bergheim Sozialhilfedaten abgefragt, die Schnell und andere FP-Politiker medial verwertet haben. NEWS hat alleine für die Jahre 1997 und 1998 insgesamt 13 solcher Fälle dokumentiert.

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