Lackner: Nächste Belastungswelle für Kranke rollt

Rücknahme der unsozialen Ambulanzgebühren gefordert

Wien (SK) "Die nächste Belastungswelle für Kranke rollt", erklärte der designierte SPÖ-Gesundheitssprecher Manfred Lackner zu der von Waneck angekündigten Erhöhung des täglichen Behandlungsbeitrages im Spital von 70 auf 100 Schilling. Die PatienInnen werden dadurch gezwungen, einen erheblichen Teil der verschuldensunabhängigen Patientenentschädigung selbst zu tragen, kritisierte Lackner am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Es kann nicht sein, dass sich die PatientInnen, in diesem Fall also die Opfer, gegen die Fehler anderer zu versichern haben." Dass sich Ärzte und Pharmaunternehmen nicht an der Finanzierung beteiligen, ist für Lackner "nicht akzeptabel". "Wieder einmal sind es die Schwächeren, die die Lasten zu tragen haben", so Lackner, "die Regierung geht ihren unsozialen Weg unbeirrt weiter". ****

Das von Waneck konstruierte Modell zur Patientenentschädigung ist laut Lackner vergleichbar mit einem Beitrag, den ein Fußgänger für die Eventualität, dass er einmal von einem Autofahrer angefahren wird, zu leisten hat, um dann eine Entschädigung zu erhalten.

Weiters forderte Lackner die Regierung dringend auf, nach der Rücknahme der Selbstbehalte in Kassenambulatorien die unsozialen Ambulanzgebühren - die in erster Linie Kranke, sozial Schwache und kinderreiche Familien treffen - generell zurückzunehmen. Auch hier dürften nicht die Schwächsten der Gesellschaft zur Kasse gebeten werden, forderte der designierte SPÖ-Gesundheitssprecher. Vielmehr gelte es, die bestehenden Überschüsse in Teilen der Sozialversicherung zur Abdeckung des Abganges der Krankenversicherung zu verwenden. (Schluss) se

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK