ÖBB: Eröffnung der Wasserparkbrücke in Floridsdorf.

Technische Premiere: 20 dB weniger durch High Tech-Einsatz.

Wien (OTS) - Mit der schalltechnischen Sanierung der Wasserparkbrücke gelingt den ÖBB eine technische Premiere. Die Brücke wurde mit einem neuen Verfahren saniert, das speziell für die Lärmdämmung von Stahlbrücken entwickelt wurde. Bislang verursachte eine über die Brücke fahrende Schnellbahn eine Lärmentwicklung in der Größenordnung von 1000 Autos. Die heute erreichten Werte entsprechen nur noch 30 Autos - eine Reduktion um 97 Prozent. "Dieses schalltechnische Meisterstück ist ein weiterer Meilenstein für die Besucher des Parks an der Alten Donau", so ÖBB Planungschef DI Thomas Türinger. "Und ein Vorzeigebeispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt Wien, dem Ministerium und den ÖBB", so Umweltstadtrat Fritz Svihalek.****

Meisterstück Wasserparkbrücke

Der Wasserpark gilt als beliebtes Erholungsgebiet für die Wiener Bevölkerung. Um die Lärmbelastung für die Parkbesucher durch über 300 Züge täglich zu verringern, wurden seit 1998 Versuchsreihen zur schalltechnischen Sanierung der Floridsdorfer Wasserparkbrücke durchgeführt. Finanziert wurden die Feldversuche von BMVIT und der Gemeinde Wien.

Grundlage für den Einsatz der neuentwickelten Schienenabsorber waren die Daten zum Schwingverhalten der Brücke, Konstruktion und Bau der Absorber und die Wahl der Montagepunkte auf den Brückenbauteilen. Mit dem Einsatz der speziell entwickelten Schwingungsabsorber sollte eine Schallminderung von 5 dB erreicht werden, was im ersten Feldversuch nicht gelang.

Im zweiten Feldversuch, durchgeführt vom Oktober 1999 bis August 2000, wurde neben dem Einsatz der Absorber eine Schienenauszugsvorrichtung von der Brücke in den Dammbereich beim Wiederlager verlegt - eine technische Maßnahme, die schließlich zum Erfolg führte. Diese Versuchsanordnung brachte eine Schallminderung um 20 dB beim Gleis 1 und um 12 dB beim Gleis 2. Die erreichte Lärmminderung entspricht einer Reduktion auf ein Viertel des subjektiven Lärmempfindens und ist mit einer Verminderung des Verkehrsaufkommens von 100% auf 3 % vergleichbar.

Insgesamt wurden bei der Schallschutzsanierung der 1955 errichteten Wasserparkbrücke 318 Schwingungsabsorber und 296 Schienenabsorber eingebaut. Mit einer Investition von 7 Mio. ATS realisierten die ÖBB ein technisches Meisterstück, von dem Bevölkerung und Besucher des Wiener Naherholungsgebietes nachhaltig profitieren. Es wird leiser.

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