- 13.12.2000, 11:37:14
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ÖBB: Eröffnung der Wasserparkbrücke in Floridsdorf.
Technische Premiere: 20 dB weniger durch High Tech-Einsatz.
Wien (OTS) - Mit der schalltechnischen Sanierung der
Wasserparkbrücke gelingt den ÖBB eine technische Premiere. Die Brücke
wurde mit einem neuen Verfahren saniert, das speziell für die
Lärmdämmung von Stahlbrücken entwickelt wurde. Bislang verursachte
eine über die Brücke fahrende Schnellbahn eine Lärmentwicklung in der
Größenordnung von 1000 Autos. Die heute erreichten Werte entsprechen
nur noch 30 Autos - eine Reduktion um 97 Prozent. "Dieses
schalltechnische Meisterstück ist ein weiterer Meilenstein für die
Besucher des Parks an der Alten Donau", so ÖBB Planungschef DI Thomas
Türinger. "Und ein Vorzeigebeispiel für die gute Zusammenarbeit
zwischen Stadt Wien, dem Ministerium und den ÖBB", so Umweltstadtrat
Fritz Svihalek.****
Meisterstück Wasserparkbrücke
Der Wasserpark gilt als beliebtes Erholungsgebiet für die Wiener
Bevölkerung. Um die Lärmbelastung für die Parkbesucher durch über 300
Züge täglich zu verringern, wurden seit 1998 Versuchsreihen zur
schalltechnischen Sanierung der Floridsdorfer Wasserparkbrücke
durchgeführt. Finanziert wurden die Feldversuche von BMVIT und der
Gemeinde Wien.
Grundlage für den Einsatz der neuentwickelten Schienenabsorber
waren die Daten zum Schwingverhalten der Brücke, Konstruktion und Bau
der Absorber und die Wahl der Montagepunkte auf den Brückenbauteilen.
Mit dem Einsatz der speziell entwickelten Schwingungsabsorber sollte
eine Schallminderung von 5 dB erreicht werden, was im ersten
Feldversuch nicht gelang.
Im zweiten Feldversuch, durchgeführt vom Oktober 1999 bis August
2000, wurde neben dem Einsatz der Absorber eine
Schienenauszugsvorrichtung von der Brücke in den Dammbereich beim
Wiederlager verlegt - eine technische Maßnahme, die schließlich zum
Erfolg führte. Diese Versuchsanordnung brachte eine Schallminderung
um 20 dB beim Gleis 1 und um 12 dB beim Gleis 2. Die erreichte
Lärmminderung entspricht einer Reduktion auf ein Viertel des
subjektiven Lärmempfindens und ist mit einer Verminderung des
Verkehrsaufkommens von 100% auf 3 % vergleichbar.
Insgesamt wurden bei der Schallschutzsanierung der 1955
errichteten Wasserparkbrücke 318 Schwingungsabsorber und 296
Schienenabsorber eingebaut. Mit einer Investition von 7 Mio. ATS
realisierten die ÖBB ein technisches Meisterstück, von dem
Bevölkerung und Besucher des Wiener Naherholungsgebietes nachhaltig
profitieren. Es wird leiser.
Rückfragehinweis: ÖBB Kommunikation Wien
Mag. Gary Pippan
Tel: 01 / 93000-33596
Fax: 01 / 93000-265-33596
e-mail: gary.pippan@kom.oebb.at
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