Grüne Wien: Jubelmeldungen um Wiener Arbeitsmarkt unberechtigt

Monika Vana: "Billigjobs auf dem Vormarsch, Frauen hauptbetroffen"

Wien (Grüne) - "Die reine Zahlenstatistik zum Arbeitsmarkt weist positive Werte auf, die heutigen Jubelmeldungen von Minister Bartenstein und Noch-Finanzstadträtin Ederer zur positiven Trendwende am Arbeitsmarkt sind allerdings völlig unberechtigt", stellt Monika VANA, Landessprecherin der Wiener Grünen, fest. "Vor allem Frauen sind von der Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse in Form von ‚Billig-Jobs’ betroffen. Damit haben Frauen vom statistischen Rückgang der Arbeitslosigkeit weniger profitiert als Männer", so VANA. "Es genügt nicht, 55% der Mittel für Frauen einzusetzen, sondern es geht darum, dass durch spezifische Maßnahmen in erster Linie nachhaltige und existenzsichernde Arbeitsplätze gefördert werden - und das ist derzeit nicht der Fall", übt VANA Kritik.

"Wien schlägt offensichtlich denselben Weg ein wie die blau-schwarze Bundesregierung: Es gibt 1,7 Milliarden Schilling für ‚direkte Wirtschaftsförderung’, aber nur ein Drittel, exakt 642 Millionen Schilling, für den Territorialen Beschäftigungspakt. Dieser ist damit weder ambitioniert noch konsequent", so die Grüne Landessprecherin. "Strukturelle Probleme des Wiener Arbeitsmarktes werden weiterhin nicht in Angriff genommen. Es geht vor allem um zwei langfristige Trends, denen entgegengewirkt werden müsste: Erstens der Trend zu geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen und zweitens der Trend zu immer kürzer dauernden Verträgen", schildert VANA.

Die Wiener Grünen fordern langfristige arbeitsmarktpolitische Ressourcenentwicklung und -planung, insbesondere in Hinblick auf die bevorstehende EU-Erweiterung. "Die Sozialdemokratie vertritt in ihrer Arbeitsmarktpolitik immer mehr die Interessen der Wirtschaft und nicht jene der Betroffenen. Es ist zu befürchten, dass diese Entwicklung auch nach dem Wechsel im Wiener Finanzressort unter Stadtrat Rieder fortgesetzt wird", schließt VANA.

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