Portraits der Altrektoren müssen restauriert werden

Ergebnisse des Workshops "Bestandsaufnahme der Rektorenporträts an der Uni-versität Wien" vom 28. bis 30. November 2000

Wien (OTS) - Der Fachbereich Gemälderestaurierung des Instituts für Konservierungswissenschaften und Restaurierung - Technologie der Universität für angewandte Kunst Wien hat vom 28. bis 30. November eine Bestandsaufnahme der Rektorenporträts an der Universität Wien durchgeführt. 68 Gemälde wurden dabei fachgerecht mit dem vorrangigen Ziel untersucht, einen Einblick und eine Übersicht über den Erhaltungszustand der Gemälde zu gewinnen sowie konkrete Vorschläge für Restaurierungs- und Konservierungsmaß-nahmen der Universitätsleitung zu unterbreiten.

Zunächst wurde eine Zustandskartei erstellt, jedes Objekt schriftlich und teilweise auch fotografisch erfaßt und aufgrund des Erhaltungszustandes eine Restaurierungs- bzw. Konservierungsmaßnahme vorgeschlagen. Der Gesamtüberblick über den jeweiligen konservatorischen Zustand des Einzelobjektes ermöglichte die Erstellung eines Pflege-, Konservierungs- und Restaurierungskonzeptes. Eine Einteilung in dringende und längerfristige Maßnahmen zur Erhaltung der Gemälde wurde anhand einer Prioritätenliste getroffen. Drei Kategorien wurden definiert:

Kategorie 1 enthält 22 Portraits, die in einem guten Erhaltungszustand sind. Erforderlich sind lediglich Pflegemaßnahmen, wie z.B. eine sachgemäße Oberflächenreinigung, Entstaubung der Rückseiten und der Zierrahmen. Diese Pflegemaßnahmen könnten vor Ort durchgeführt werden.

Kategorie 2 umfaßt jene Bilder, die sich in einem guten bis befriedigenden Erhaltungszustand befinden - z.B. Objekte, die durch unsachgemäße Reinigung in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die sofortige Behebung des Schadens ist nur im Atelier möglich.

Langfristig gesehen sollten konservatorische/restauratorische Maßnahmen und auch präventive Konservierungsmaßnahmen gesetzt werden, z.B. die Anbringung von Ab-standhaltern und Rückseitenschutzmaterialien an den Gemälden, die Kontrolle des Raumklimas, eine Reduzierung der Sonneneinstrahlung, etc.

Kategorie 3 wurden schließlich jene Gemälde zugeordnet, die substanzgefährdet sind. Von 68 sind dies 7. Bei diesen Objekten besteht dringender Handlungsbedarf, da sonst zusätzliche Schäden und Verluste in nächster Zeit zu erwarten sind. Dabei handelt es sich vor allem um Malschichtlockerungen, die dringend gefestigt werden müssen.

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