ARBÖ: Nach der Weihnachtsfeier nicht alkoholisiert hinter das Steuer setzen

"Tückischen" Restalkohol am nächsten Tag beachten

Wien (ARBÖ) - Vor allem in der Vorweihnachtszeit verlocken Weihnachtsfeiern und Punschstände zum übermäßigen Alkoholgenuss. Der ARBÖ warnt allerdings davor, sich alkoholisiert hinter das Steuer zu setzen, denn wer alkoholisiert ein Kraftfahrzeug lenkt, riskiert nicht nur sein Leben und das seiner Mitfahrer, sondern
muss mit schweren Konsequenzen rechnen. Die ARBÖ-Verkehrsjuristen informieren über die wichtigsten Bestimmungen.

Gemäß ARBÖ-Verkehrsjuristen gilt seit 6. Jänner 1998 beim Lenken von Kraftfahrzeugen die 0,5 Promille Grenze. Dies bedeutet, der Alkomat zeigt 0,25mg an. Um den Promillewert zu bestimmen,
wird mit zwei multipliziert. Der Strafrahmen reicht grundsätzlich von ATS 3.000,- / EUR 218,02 bis ATS 80.000,- / EUR 5.813,83. Grundsätzlich ist der Aufforderung zur Feststellung des Atemalkoholgehaltes unbedingt Folge zu leisten. Eine Verweigerung des Tests wird automatisch einer Alkoholisierung von über 1,6 Promille gleichgesetzt! Führerscheinentzug, Nachschulung, Regress
- all das sind die schwerwiegenden Folgen, abgestuft nach dem Grad der Alkoholisierung. Acht geben müssen vor allem Kraftfahrzeuglenker während der Probezeit und Besitzer eines Mopedausweises, die das 20. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Für sie gilt eine 0,1 Promillegrenze!

Übrigens: Sollte der Alkomattest ein positives Ergebnis
gebracht haben und man zweifelt das Ergebnis an, so kann der Betroffene bei einem Dienst habenden Arzt einer öffentlichen Krankenanstalt eine Blutabnahme zum Zweck der Bestimmung des Blutalkoholgehaltes vornehmen lassen.

ARBÖ-Verkehrsmediziner Prof. Prim. Dr. Josef Nagler mahnt ebenfalls zur Vorsicht: "Es gibt kein Patentrezept, wie man sich
an die 0,5-Promillegrenze heran trinken kann, denn auf den Alkoholspiegel im Blut haben viele Komponenten wie beispielsweise Körpergewicht, Alter oder vorangegangene Nahrungsaufnahme einen entscheidenden Einfluss."

Viele Autolenker unterschätzen leider oft den "tückischen" Restalkohol. Es ist daher wichtig zu wissen, wie schnell Alkohol
vom Körper wieder abgebaut wird: Pro Stunde kann der Körper etwa 0,1 Promille abbauen. Ob man schläft oder Sport betreibt, ist
dabei völlig unerheblich. Auch schwarzer Kaffee oder fettes Essen ist wirkungslos. Und die "Pille gegen Promille" gehört sowieso ins Land der Träume.

Die ARBÖ-Verkehrsexperten raten deshalb, nach den Weihnachtsfeiern entweder auf öffentliche Verkehrsmittel oder
Taxis umzusteigen, denn es zahlt sich nicht aus, ein unnötiges Sicherheitsrisiko einzugehen.

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