Gesellschaft für bedrohte Völker / Presse-Einladung

Göttingen (ots) - "Entschuldigen Sie sich für Agression und Genozid!"

Am Mittwoch, den 13. Dezember 2000, 11:00 Uhr, am Vortag des 5. Jahrestages der Unterzeichnung des Dayton-Vertrages, werden Delegationen bosnischer Vertriebener in 16 Staaten der westlichen Welt den jugoslawischen Botschaften und Konsulaten einen Appell an den jugoslawischen Präsidenten Vojislav Kostunica übergeben.

Der von 100 bosnischen Organisationen unterzeichnete Appell fordert Präsident Kostunica dazu auf, sich für die militärische Aggression gegen Bosnien-Herzegowina und den Völkermord zu entschuldigen, der unter der Herrschaft des Milosevic-Regimes begangen wurde. Au erdem wird Kostunica aufgefordert, die Kriegsverbrecher an das Tribunal in Den Haag auszuliefern und die Rückkehr der bosnischen Vertriebenen zu unterstützen.

Unter den 100 Unterzeichnern befinden sich: Die Mütterbewegung von Srebrenica, der Verbandder ehemaligen Lagerinsassen, die Jüdische Gemeinde, der Gesamtverband der Roma, der Serbische Bürgerrat, zahlreiche Frauen- und Vertriebenenvereinigungen aller ethnischen und religiösen Gemeinschaften, etc.

Der Appell wurde von der Sektion Bosnien-Herzegowina der Gesellschaft für bedrohte Völker initiiert. Die Gesellschaft für bedrohte Völker International koordiniert die Übergabe des Appells an die Botschaften und Konsulate Jugoslawiens weltweit.

In Berlin wird der Appell nach einem "Gerechtigkeitsmarsch" der bosnischen Flüchtlinge und der Frauen aus Srebrenica dem jugoslawischen Botschafter um 11:15 Uhr übergeben. Der Marsch beginnt am 13. Dezember um 10:30 Uhr am Hagenplatz in Grunewald und führt zur Jugoslawischen Botschaft in der Taubertstraße 18.

Jeweils um 11:30 Uhr wird der Appell den jugoslawischen Konsulaten in Düsseldorf, München und Hamburg von bosnischen Delegationen ehemaliger KZ-Häftlinge überreicht.

Um 11:00 Uhr örtlicher Zeit werden den jugoslawischen Botschaften in Australien (in Canberra sowie dem Konsulat in Sydney), Belgien (Brüssel), Dänemark (Kopenhagen), Frankreich (Paris), Großbritannien (London), Kroatien (Zagreb), Kanada (Ottowa und dem Konsulat in Montreal), Niederlande (Den Haag), Norwegen (Oslo), Österreich (Wien), Ungarn (Budapest), Slowenien (Ljubljana), Schweiz (Bern), Schweden (Stockholm) und den USA (Washington und dem Konsulat in New York) übergeben.

Wortlaut, Liste der Unterzeichner und nationale Ansprechpartner finden Sie unter www.gfbv/neu.htm.

ots Originaltext: Gesellschaft für bedrohte Völker e. V.
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

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Tilman Zülch ist erreichbar unter 0172 562 0523

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