"Lesen, ein Synonym für Lebensstil und Lebenskultur"

Präsident Leitl anlässlich der Verleihung des ÖZV-Preises 2000: Gute Informationen über wirtschaftliche Zusammenhänge besonders wichtig

Wien(PWK1077) In einer Zeit, in der "Fast Food" zum Begriff geworden ist, wird Qualität als wohltuend empfunden. Dies gilt besonders auch für einen ordentlichen Journalismus, der sich für qualitative Recherchen Zeit nimmt. Qualität und das Gefühl, sich geborgen zu fühlen, erklären die anhaltend große Akzeptanz der Fachmedien, sagte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl Dienstag Nachmittag anlässlich der Verleihung des Österreichischen Zeitschriften-Preises 2000 im Presseclub Concordia. Die drei Hauptpreise und eine Anerkennung wurden vom Präsidenten des österreichischen Zeitschriftenverbandes (ÖZV), Dr. Rudolf Bohmann, und von Wirtschaftskammer-Präsident Leitl übergeben. Die Laudatio der Preisträger hielt Dr. Meinrad Rahofer, Geschäftsführer des Kuratoriums für Journalistenausbildung.

Der gesamte Medienmarkt befinde sich, so Leitl, derzeit in einer Phase ungeheuer dynamischer Entwicklung. Vielfach geäußerte Befürchtungen bis hin zum Verschwinden der Printmedien seien aber nicht eingetroffen. Ganz im Gegenteil, das Lesen sei zu einem Synonym für Lebensstil und Lebenskultur geworden. "Viele empfinden das so, sonst ließe sich der Aufschwung der Qualitätspresse nicht erklären."

Leitl plädierte in seiner kurzen Ansprache insbesondere dafür, dem Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge den nötigen Stellenwert einzuräumen. Es sei wichtig, über wirtschaftliche Zusammenhänge Bescheid zu wissen. Denn wer nicht Bescheid weiß, habe auch kein Interesse, sich in der Wirtschaft zu engagieren, meinte der Kammerpräsident. Österreich rangiere in dieser Hinsicht noch am unteren Ende einer europäischen Skala. Diese Tatsache sollte Ansporn sein, die Zusammenhänge verständlich und in einer möglichst spannenden Form aufzuzeigen. Die bei diesem Anlass ausgezeichneten Journalisten seien, so Leitl abschließend, gute Vorbilder, die zur Nachahmung dienen sollten.

ÖZV-Präsident Bohmann stellte fest, dass die Zeitschriften ihre Position im Medienkonzert gefestigt hätten. Der vor 18 Jahren ins Leben gerufene Zeitschriftenpreis sei immer von dem Gedanken getragen gewesen, solche Journalisten auszuzeichnen, die eine komplexe Materie verständlich und auch unterhaltsam darzustellen vermögen. Kuratoriumsgeschäftsführer Rahofer stellte fest, Zeitschriftenjournalismus sei quasi das Gegenteil vom "Fast Food-Journalismus". Das von manchen Experten vorausgesagte Szenario eines Endes der Bücher stimme bei weitem nicht mit der Wirklichkeit überein. Die Leute sehnten sich heute danach, Geschichten erzählt zu bekommen.

Von einer unabhängigen Jury wurden folgende Preisträger ermittelt:
Erster Preis für "Der Mann des Jahres: Herbert Koch" von Mag. Karl Riffert (Trend, 1/2000), zweiter Preis für "Die Glücksraben vom Almtal" von Mag. Julia Kospach in Universum, Juli/August 1999 und dritter Preis für "Info-Diät heilt Techno-Stress" von Dr. Susanna Sklenar in Gesundheit, Juni 1999. Den Anerkennungspreis erhielt Christian Eder für seinen Beitrag "Im Reich des Giggus", Tirol-Magazin, Sommer/Herbst 00. (hp)

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