"Neue Zeit Kommentar": "Zufriedenheit" von Peter Kolb

Ausgabe vom 13.12. 2000

Graz - (OTS). Zuletzt waren das Offizierskorps und die Kadersoldaten des Bundesheeres schon sehr unzufrieden mit ihrem ÖVP-Bundesminister Werner Fasslabend gewesen. Der ÖAAB-Chef hatte jeglichen Auftrag der Politik - Assistenzeinsatz im Burgenland, Bosnien, Kosovo - angenommen und es nach Meinung der Berufssoldaten verabsäumt, auch die dazu notwendigen Mittel bei den Auftraggebern einzufordern. Was absolut notwendig für die Einsätze war, wie Funkausstattung und bessere Schutzausrüstung für die Soldaten, wurde aus dem Heeresbudget beschafft. Der Rest blieb findigen Köpfen im Heer überlassen. Für die Auslandseinsätze wurden die Verbände zu Hause abgeräumt und hatten zur Verfügung zu stellen, was sie im täglichen Betrieb selbst gebraucht hätten.

Seit Februar dieses Jahres ist das anders:
FPÖ-Verteidigungsminister Herbert Scheibner fordert eins ums andere Mal mehr Mittel für das Heer, bei der Hubschrauber-Beschaffung und bei der Lukrierung von Mitteln aus heereseigenen Liegenschaften durch Überführung in die Bundesimmobiliengesellschaft war er schon recht erfolgreich. Nun setzt der Minister ein Druckmittel ein, das für Fasslabend nie zur Diskussion als solches stand: Mehr Geld, oder man muss die Grenze etwas öffnen. Scheibner kann nur gewinnen: Alle burgenländischen Politiker werden eine Aufhebung des Einsatzes nicht hinnehmen. Also wird der Finanzminister wohl einige 100 Millionen S locker machen. Dafür werden die Berufssoldaten ihren Minister lieben.

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