ÖAMTC kritisiert Microcar-Novelle

Schlupfloch für Alkolenker, keine ärztliche Untersuchung, keine Prüfung ab 24

Wien (ÖAMTC-Presse) - Die längst fällige "Microcar-Novelle" hat heute den Ministerrat passiert. Der ÖAMTC kritisiert den verabschiedeten Entwurf, da die vom Club geforderten Kernpunkte einer verpflichtenden Prüfung und ärztlichen Untersuchung für alle Microcar-Lenker wieder nicht enthalten sind. Mit der neuen Microcar-Regelung wurde demnach eine Chance zur Hebung der Verkehrssicherheit auf Österreichs Straßen vertan.

Hauptkritikpunkt des ÖAMTC sind die mehr als großzügigen Übergangsbestimmungen für Microcar-Piloten: Wer jetzt schon nachweislich mit einem Microcar gefahren ist oder sich noch schnell vor Inkrafttreten des Gesetzes eines zulegt, muss nicht einmal die Schulung absolvieren. "Damit wird ein klassisches Schlupfloch für all jene geschaffen, die bewusst auf ein Microcar umgestiegen sind, weil sie ihren Führerschein wegen Alkoholdelikten abgeben mussten", kritisiert ÖAMTC-Juristin Ursula Zelenka. In Österreich sind immerhin rund 11.000 Microcars zugelassen.

"Egal ob mit dem Auto, dem Motorrad oder eben einem Microcar, die gesundheitliche Voraussetzung für die Teilnahme am Straßenverkehr muss gegeben sein", betont Zelenka. Deshalb ist es für den ÖAMTC unverständlich, dass sich Microcar-Lenker auch weiterhin ohne ärztliche Untersuchung hinter das Steuer setzen dürfen.

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ÖAMTC-Pressestelle/Stefan Skrabal

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