Prinzhorn: Flugrettung: Private fliegen offensichtlich kostengünstiger als der ÖAMTC

Rasche Entscheidung gefordert

Wien, 2000-12-12 (fpd) - Der freiheitliche Wirtschafts- und Industriesprecher DI Thomas Prinzhorn sieht in der seiner Ansicht nach unrechtmäßigen Vergabe der Flugrettung an den ÖAMTC durch das Innenministerium auch die eindeutig teurere Variante. "Der erfolgte Zuschlag für den ÖAMTC ist nicht nur nicht rechtmäßig erfolgt, der Innenminister hat sich auch offensichtlich für die teurere Variante entschieden." ****

"Tatsache ist, daß der ÖAMTC ATS 2200,- Bereitschaftsgebühr, ATS 704,-/pro Flugminute und ATS 700,- Ambulanzbedarf für einen Flugrettungseinsatz kassiert. Private hingegen verlangen ATS 700,-/pro Flugminute, keine Bereitschaftsgebühr und keine Ambulanzgebühr", so Prinzhorn.

Außerdem könnten sich die privaten Betreiber vorstellen, bei einer Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz, der Bergrettung im alpinen Bereich oder ähnlichen Organisationen, diesen eine mögliche Bereitschaftsgebühr abzutreten. Diese Hilfsorganisationen seien über eine derartige Finanzspritze mit Sicherheit hoch erfreut, da sie jede finanzielle Unterstützung gut brauchen könnten. Bei etwa 500 Einsätzen wäre das mehr als eine Million Schilling.

"Hätte das Innenministerium tatsächlich ein ernstes Gespräch mit privaten Flugrettungsbetreibern geführt - Angebote wurden in einigen Ländern ja vorgelegt - dann wäre man mit Sicherheit zu einem anderen Ergebnis gekommen", so Prinzhorn.

"Die privaten Flugrettungsbetreiber erfüllen alle notwendigen Voraussetzungen. Mehr noch, sie sind offensichtlich kostengünstiger unterwegs und fliegen mit zwei Piloten entsprechend den europäischen Luftfahrtregeln "JAR - OPS 3" - im Gegensatz zum ÖAMTC, der sich nur eines Piloten bedient. Der ÖAMTC hat sich unter dem Deckmantel der Gemeinnützigkeit eine Monopolstellung verschafft, die durch nichts zu rechtfertigen ist", so Prinzhorn.

"Die zuständigen Behörden sind aufgefordert, rasch zu agieren, nämlich den abgeschlossenen Vertrag zwischen dem ÖAMTC und dem Innenministerium für rechtsungültig zu erklären, da dieser in einigen Punkten im Widerspruch zu den 15a-Vereinbarungen zwischen dem Bund und den Ländern steht. Wenn jetzt nicht rasch entschieden wird, so kann dies enorme Kosten für den Steuerzahler bedeuten", schloß Prinzhorn. (Schluß)

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