ÖW-Reform: Wirtschaftskammer mit dem Ergebnis zufrieden

Prinzip der Einstimmigkeit bleibt in allen wichtigen Punkten -Generalversammlung und Präsidium künftig abgeschlankt

Wien (PWK) - Nach vielen Verhandlungsrunden, vielen Entwürfen und schier endlosen Sitzungen konnte Montag Abend die Reform der Österreich Werbung in einem positiven Klima zwischen Wirtschaftskammer Österreich und Wirtschaftsministerium unter Dach und Fach gebracht werden. In einer ersten Stellungnahme meinte Bundessektionsobmann Johann Schenner, "dass jetzt wieder im Interesse unserer Mitgliedsbetriebe die fachliche Arbeit in der Österreich Werbung im Vordergrund stehen wird - und weniger organisatorische und formale Fragen. Insgesamt können wir mit dem, was wir unter schwierigen Bedingungen erreicht haben, hochzufrieden sein."

Die Bundesländer werden per 1.1.2001 gemeinsam und einvernehmlich als Mitglieder der Österreich Werbung ausscheiden. Nach dem Ausscheiden der Länder werden künftig der Bund 75 % und die Wirtschaftskammer Österreich 25 % der Anteile am Verein Österreich Werbung halten. (Bisher 60 Prozent Bund und je 20 Prozent WKÖ und Bundesländer).

Ein wesentlicher Punkt für die Wirtschaftskammer war es, zu verhindern, in den wichtigsten Entscheidungen vom Bund majorisiert zu werden. Letztendlich konnte dieses Ziel auch erreicht werden: In der Generalversammlung wird demnach künftig jede Statutenänderung ebenso wie jede Neuaufnahme ordentlicher oder außerordentlicher Mitglieder nur mit einer Stimmenmehrheit von 80 Prozent möglich sein. Dies erfordert dann auf jeden Fall auch die Zustimmung der Wirtschaftskammer.

Weiters besteht im künftigen Präsidium das Prinzip der Einstimmigkeit für die wichtigsten Entscheidungen über die künftige Entwicklung der ÖW. Im Konkreten ist im Präsidium in folgenden Fällen Einstimmigkeit erforderlich:

Bestellung und Abberufung des Geschäftsführers
Genehmigung des Budgets
Eröffnung und Schließung von Außenstellen sowie
strategische Grundsatzplanungen.

Abgesehen von den wesentlichen Entscheidungen wird das Präsidium künftig verstärkt eine Aufsichtsfunktion wahrnehmen und sich nicht in unmittelbare Geschäftsführungsagenden einzumischen haben. Dies gilt vor allem auch für Fragen der Personalhoheit in der ÖW, die damit wieder voll in die Verantwortung des engeren Vorstandes, d.h. des Geschäftsführers, zurückkehren, präzisiert Syndikus Dr. Michael Raffling.

Generalversammlung und Präsidium werden künftig abgeschlankt und sowohl vom Bund als auch von der Wirtschaftskammer nur mehr mit jeweils drei Personen beschickt, wobei die Vorsitzführung wie bisher beim Wirtschaftsministerium liegt.
Während die Generalversammlung bisher 30 Mitglieder zählte, sind es somit künftig nur mehr sechs (drei Vertreter der WK, drei des Ministeriums). Auch das Präsidium wird in kleinerer Besetzung tagen (ebenfalls drei Vertreter der WK und drei des Ministeriums).

Die Interessen der Bundesländer und der unmittelbar betroffenen Wirtschaftszweige werden durch den neu geschaffenen Marketingbeirat, mit beratender Funktion der Geschäftsführung, eingebracht.

"Mit dem neuen Geschäftsführer Dr. Arthur Oberascher wurde eine optimale Personalentscheidung getroffen. Wir sind auch überzeugt, dass Dr. Oberascher die ÖW im Interesse unserer Mitgliedsbetriebe in ruhigere Gewässer manövrieren wird", stellte Sektionsobmann Schenner abschließend fest. (hp)

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