Gaugg: Revisionen brauchen Biß und Durchblick

Wien, 2000-12-12 (fpd) - "Revisionsabteilungen in den einzelnen Ministerien sollen nicht als bloßes Feigenblatt dienen. Derzeit bleiben sie offenbar auf diese Rolle beschränkt", stellte der freiheitliche Abg. Reinhart Gaugg zu Aussagen im Untersuchungsausschuß EUROTEAM fest. ****

So erhalte die Revision "im Sozialministerium" zwar Förder- und Vergabeakten vorgelegt, wenn die Summe eine Million übersteige. "Zugleich setzen die Bearbeiter die Revisoren durch Dringlichkeitsvermerke und Hinweise auf "grünes Licht" der Minister unter Druck", so Gaugg. "Das heißt, sie sehen sich dem erklärten Wusch gegenüber, rasch und zustimmend zu entscheiden. Dazu kommen auch Hinweise auf die exklusive Befähigung der empfohlenen Auftragnehmer; die sorgen so dafür, die Vergabevorschriften nicht anzusetzen und die Zustimmung der Revisoren zu erwirken." Wer so vorgehe, schließe alle Sicherungen kurz und mache die Vorprüfung durch die Revision zur Farce. "Daß Revisionen nicht selbständig tätig werden dürfen, rundet das Bild nur ab."

Gerade der Fall EUROTEAM zeige aber: "Die immer gleichen Personen kassierten von verschiedenen Ministerien unter immer neuen Titeln Förderungen und Honorare", führte Gaugg weiter aus. "Daher sind die einzelnen Revisionsordnungen der Ministerien aufeinander abzustimmen und zu vernetzen. Dadurch lassen sich mehr Transparenz und auch Synergieeffekte sichern. Schließlich scheint es nötig, den Netzwerken professioneller Kassierer rechtzeitig und wirksam zu begegnen", schloß Gaugg. (Schluß)

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