Einkommenssicherheit durch zukunftsweisende Kollektivverträge

Bundesvorstand der Gewerkschaft Bau-Holz legt Grundsätze für Kollektivvertragsverhandlungen 2001 fest

Brunn/Geb (GBH/ÖGB). Anlässlich der heutigen Tagung des Bundesvorstandes der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) wurden die Grundsätze für die Kollektivvertragsverhandlungen im kommenden Frühjahr festgelegt. Höchste Priorität hat dabei die Einkommenssicherung für die ArbeitnehmerInnen.++++

Die GBH hat sich intensiv auf die für kommendes Frühjahr anstehenden Kollektivvertragsverhandlungen vorbereitet. In Zukunftsforen wurden nicht nur aktuelle politische Themen aufgearbeitet, sondern auch branchenspezifische Entwicklungen und Probleme sowie Forderungen und mögliche Maßnahmen behandelt.

Als Beispiel nennt Johann Driemer, Bundesvorsitzender der GBH und ÖGB-Vizepräsident, die Verschlechterungen im Urlaubsrecht der BauarbeiterInnen. Durch die Erhöhung der Anwartschaft für einen vollen Urlaubsanspruch auf 47 bzw. 48 Wochen wurde jede/r Bauarbeiter/in mit durchschnittlich 1.250 Schilling belastet. Ziel der Kollektivvertragsverhandlungen wird es daher unter anderem sein, diese Umverteilung durch die Bundesregierung - weg von den ArbeitnehmerInnen und hin zu den Unternehmern - in den Kollektivvertragsverhandlungen auszugleichen.

Ein anderes Beispiel nennt Driemer im Bereich der Holz- und Sägeindustrie. Die beiden bisherigen Fachverbände wurden zu einem einzigen Fachverband fusioniert. Driemer wörtlich: "Die Verhandlungsstruktur sollte daher angepasst werden und Schritte in Richtung eines einheitlichen Kollektivvertrages unternommen werden." Im Bereich der Stein- und Keramischen Industrie, aber auch in den Gewerbebereichen, erwarten die Mitglieder des Bundesvorstandes Schritte in Richtung Vereinheitlichung der Lohnordnungen und Lohnsätze.

Driemer appelliert an die Wirtschaftskammer:
"Zukunftspartnerschaft kann sich nicht in Entlastungen für die Wirtschaft und in leeren Schlagworten erschöpfen, sondern muss losgelöst von Parteipolitik sozial im Interesse der BürgerInnen unseres Landes agieren."

"Die Kollektivvertragsverhandlungen 2001 werden vor allem auch durch eine stärkere Koordinierung einerseits mit der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) und andererseits mit unseren Schwestergewerkschaften in der Schweiz und in Deutschland geprägt sein", betont Driemer.

Driemer abschließend: "Auf eine international agierende Unternehmerseite werden wir mit einer stärkeren Vernetzung und besseren Koordination der Gewerkschaften in Europa antworten." (hk)

ÖGB, 12. Dezember 2000
Nr. 1081

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