Bundesvorstand der GBH beschließt Schwerpunkte für 2001

Bundesvorstand der Gewerkschaft Bau-Holz ist überzeugt, dass die anstehenden Aufgaben durch die neue Solidarität der ArbeitnehmerInnen bewältigt werden können.

Brunn/Geb (GBH /ÖGB). "Die politisch Verantwortlichen, allen voran die Mitglieder der derzeitigen Bundesregierung, zum Umdenken zu bewegen, ist das wichtigste Ziel der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) für das kommende Jahr", ist Johann Driemer, der Bundesvorsitzende der GBH und ÖGB-Vizepräsident, überzeugt. Anlässlich der heutigen Tagung des Bundesvorstandes der GBH fordert Driemer die Regierung auf, die Interessen der ArbeitnehmerInnen und potentiellen WählerInnen endlich ernst zu nehmen.++++

Die GBH wird 2001 - wie bereits in den letzten Monaten - auf ungerechtfertigte und ungerechte Kürzungen im Bereich der ArbeitnehmerInnen im Interesse ihrer Mitglieder hinweisen. Wichtigster Schritt in diesem Bereich ist zunächst die Aufklärung der Bevölkerung über die Auswirkungen einzelner Maßnahmen, aber auch -dort wo es notwendig ist - die Organisation von Protestveranstaltungen. Sollte es nicht gelingen die politisch Verantwortlichen zum Umdenken zu bewegen, dann sind die Mitglieder des Bundesvorstandes auch dazu bereit, gemeinsam mit anderen Gesellschaftsgruppen ein Lobbying zu betreiben, damit zumindest die schlimmsten Verschlechterungen nicht umgesetzt werden können und die Bevölkerung objektiv informiert wird.

Ziel der GBH ist es, die derzeitige Politik des Sozialabbaus und der Aushöhlung der ArbeitnehmerInnenrechte zu stoppen, rasch ein Infrastrukturinvestitionsprogramm zu verabschieden und umzusetzen, dazu beizutragen, dass endlich das Vergaberecht von Bund, Ländern und Gemeinden vereinheitlicht wird und die Parlamentarier anzuhalten, rasch wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung des Schwarzunternehmertums zu beschließen und vom Arbeitsminister endlich die Umsetzung der Entsenderichtlinie für ihren Kernbereich - die Bauwirtschaft - zu verlangen. Die Mitglieder des Bundesvorstandes sprachen sich auch für mehr Gesundheitsvorsorge im ArbeitnehmerInnenschutz und gegen die zur Diskussion stehende Deregulierung der Gewerbeordnung aus. Driemer dazu: "Auch wenn wir nicht die Anwälte der Klein- und Mittelbetriebe sind, so werden auch wir nicht akzeptieren, dass die Gewerbeordnung, die gemeinsam mit dem Wirtschaftskammergesetz Anknüpfungspunkt für den Anwendungsbereich der Kollektivverträge ist, in einer Weise novelliert wird, die gleichzeitig zur Zerschlagung des Kollektivvertragsrechts führt."

Weitere Themenschwerpunkte der Gewerkschaft Bau-Holz für das kommende Jahr sind die Einkommenssicherung, die Umsetzung des Konzepts eines Arbeitsmarkt und -Strukturfonds sowie der Kampf für mehr Chancengleichheit und mehr Gesundheit durch Prävention im ArbeitnehmerInnenschutz. Driemer abschließend: "Das Jahr 2001 wird ein hartes Arbeitsjahr. Die bevorstehenden Aufgaben werden aber im Geiste der neu gewonnenen Solidarität der ArbeitnehmerInnen gemeinsam bewältigt werden. Wir werden die Zukunft unseres Landes kraftvoll und innovativ als Gewerkschaft Bau-Holz wesentlich mitgestalten." (hk)

ÖGB, 12. Dezember 2000
Nr. 1080

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Büro des Bundesvorsitzenden
Dr. Stefan Mann
Tel.: 01 / 40 147 / 296 DW
E-Mail: stefan.mann@gbh.oegb.or.atGewerkschaft Bau-Holz

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB