VP-Pfeiffer: S 80 - Hoffnung für Donaustadt

Wer schnell hilft hilft doppelt. U 2 erst ab 2008 Wien (ÖVP-Klub) Seit 2. Dezember fährt die U-Bahn-Linie U 3 nun in nur 25 Minuten quer durch die Stadt von Ottakring bis Simmering. Dort finden die Fahrgäste eine Umsteigemöglichkeit in die Schnellbahnlinie S 80 vor, müssen aber bis zu 30 Minuten auf einen Anschluss warten! Gemeinderat Pfeiffer fordert nun die rasche Realisierung eines 15-Minuten-Taktes zur Verkehrsspitze.****

Angesichts der Intervalle ist es kein Wunder, dass die Züge der S 80 derzeit nur mäßig ausgelastet sind. Bund und Land Wien haben im Juni 1996 ein Übereinkommen zum Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ("30-Milliarden-Paket") getroffen. 4,7 Milliarden daraus sind für die Attraktivierung der S-Bahn-Linie S 80 vorgesehen. Gemeinderat Gerhard Pfeiffer, Planungssprecher der Wiener VP, fordert nun neuerlich die rasche Verbesserungen: "Solange die Schnellbahn im Halb-Stunden-Takt verkehrt, wird sie nicht stärker angenommen werden! Auch die U-Bahn lebt schließlich neben ihrer Schnelligkeit von ihren kurzen Intervallen! Die Schnellbahn kann ein hervorragendes Nahverkehrsmittel sein, wenn die Voraussetzungen stimmen, wie das Beispiel der S 45 zeigt!"

Bund verzögert Genehmigungsverfahren

Planung und Durchführung dieser Phase 1/ Baustufe 1 wurden den ÖBB bereits 1996 per Verordnung übertragen. Im Dezember 1998 reichten die ÖBB Projekte für die Abschnitte "Erdberger Lände" (Simmeringer Hauptstraße - Praterkai) und "Marchegger Ast" (umfasst die Baulose Erzherzog-Karl-Straße, Hirschstetten und Hausfeldstraße) beim Verkehrsministerium ein. Das gleichzeitig beantragte eisenbahnrechtliche Genehmigungsverfahren wurde freilich bis heute vom Verkehrsministerium nicht eingeleitet.

Dazu kommt noch, dass derzeit seitens des Ministeriums - im Hinblick auf eine angestrebte Verringerung des Budgetdefizits - das nationale Eisenbahninfrastruktur-Ausbauprogramm überprüft wird. Dabei könnte es zusätzlich zu einer Rücknahme der derzeit gültigen ÖBB-Übertragungs-Verordnungen kommen, was den Ausbau weiter verzögern würde. Unter günstigsten Bedingungen wäre eine Realisierung des 15-Minuten-Taktes im Zeitraum 2001-2006 möglich.

Intervallverkürzung rasch realisieren

Angesichts der kürzlich erfolgten U 3-Verlängerung gibt es aber bereits jetzt eine deutlich erhöhte Nachfrage nach dichterem Verkehr auf der Linie S 80. Trifft doch groteskerweise die U 3 in der Hauptverkehrszeit alle 3,5 Minuten auf eine S 80 im 30-Minuten-Intervall.
Planungsausschuss-Vorsitzender Pfeiffer erneuert deshalb seine Forderung nach einer Attraktivierung der Schnellbahnlinie S 80: "Es ist dringend notwendig, schnellstmöglich die Intervalle wenigstens zu den Verkehrsspitzen, also etwa zwischen 7 und 9 Uhr sowie zwischen 17 und 19 Uhr, auf 15 Minuten zu halbieren."

Da die ursprünglichen Ausbaupläne offenbar nur schleppend umgesetzt werden (können), schlägt Pfeiffer vor, den 15-Minuten-Takt zu den Hauptverkehrszeiten auf Basis der bestehenden Schienenanlagen (Eingleisigkeit zwischen Erzherzog-Karl-Straße bis Hausfeldstraße) zu realisieren. Pfeiffer: "Informationen aus den ÖBB zufolge ist das durch Fahrplan-Adaptionen und allfällige Ergänzungen im Bereich der Sicherungsanlagen durchaus machbar." Er sieht darin eine echte Chance, mit wenig Aufwand in kurzer Zeit wesentliche Verbesserungen zu erreichen.

Kein mühsames Umsteigen mehr am Südbahnhof

Mittelfristig soll eine durchgehende Verbindung zur S 1 und S 2 (Stammstrecke) hergestellt werden, die den Fahrgästen eine Fahrt von der Donaustadt bis Meidling ohne Umsteigen ermöglicht. Pfeiffer: "Das derzeitige lästige Umsteigen am Südbahnhof wird dann nicht mehr notwendig sein. Nur wenn die öffentlichen Verkehrsmittel rasche und bequeme Verbindungen darstellen, sind sie gegenüber dem motorisierten Individualverkehr konkurrenzfähig!"

Verlängerung nach NÖ schafft attraktive Alternative für Pendler

Ganz wesentlich sei auch eine Verbesserung der Verkehrssituation für die Bevölkerung der Donaustadt und des nordöstlichen Niederösterreich. Pfeiffer: "Wenn die Strecke bis Raasdorf elektrifiziert wird und dort sowie im Bereich einer zukünftigen Nordostumfahrung große Park & Ride - Anlagen errichtet werden, haben viele, die jetzt mit dem eigenen Auto in die Stadt einpendeln, ein attraktives öffentliches Verkehrsmittel als Alternative."

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