ARBÖ: 2001 bringt für Kraftfahrer viel Neues und Teures

Wien (ARBÖ) - Auch im Jahr 2001 wartet auf die Kraftfahrer eine "bunte" Palette an Neuerungen und Änderungen. Von neuen
Abgaswerten über die Gehbehindertenausweisverordnung bis zur ECE-Regelung 44 für Kinderrückhalteeinrichtungen. Der ARBÖ informiert darüber.

Ab 1. Jänner 2001: Neue Abgaswerte
Für Neugenehmigungen von Personenkraftwagen über 2,5 t gelten ab 1. Jänner 2001 die neuen Abgasgrenzwerte (EURO 3).

Ab 1. Jänner 2001: Verpflichtender Einbau eines "Rückfahrwarners” bei Lkw
Für Fahrzeuge der Klassen N2 (LKW über 3,5 bis 12 Tonnen), N3 (LKW über 12 Tonnen) und M3 (Autobusse), ausgenommen Heeresfahrzeuge, gibt es den verpflichtenden Einbau eines "Rückfahrwarners". Damit wird die Sicherheit der ungeschützten Verkehrsteilnehmer, vor
allem der Fußgänger, deutlich erhöht. Die generelle Nachrüstverpflichtung wurde auch für schon zugelassene Fahrzeuge verordnet. Die Fahrzeuge können problemlos mit dieser technischen Vorrichtung ausgerüstet bzw. nachgerüstet werden. Die Nachrüstung ist bis 1. Jänner 2001 möglich.

Ab 1. Jänner 2001: Großwinkelige Außen- und Anfahrspiegel für Lkw verpflichtend
Fahrzeuge der Klasse N2 mit einem höchstzulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5t und Fahrzeuge der Klassen N3 (LKW über 12
Tonnen) und M3 (Autobusse) müssen mit einem grosswinkeligen Außenspiegel und einem Anfahrspiegel ausgerüstet sein. Ab 1. Jänner 2001 müssen auch bereits zugelassene Fahrzeuge mit diesen Spiegeln ausgerüstet sein. Auch dadurch soll die
Verkehrssicherheit erhöht werden.

Ab 1. Jänner 2001: Gehbehindertenausweisverordnung
Ab 1. Jänner 2001 tritt diese Verordnung in Kraft. Der Behindertenausweis wird neu plastifiziert und mit dem Foto des Inhabers ausgestattet. Alte Ausweise bleiben jedoch weiterhin gültig.

Ab 1. Jänner 2001: Randlinien auf allen Bundes- und Landesstraßen Um den Fahrzeuglenkern eine bessere Orientierung zu ermöglichen, sind ab 1. Jänner 2001 für alle Bundes- und Landesstraßen, ab einer Fahrbahnbreite von 5,5m, außerhalb des Ortsgebietes Randlinien zwingend.

Ab 1. Jänner 2001: Kinderrückhalteeinrichtungen nur mehr nach der ECE-Regelung:
Kinderrückhaltesysteme müssen die Europäische Norm, die ECE-Regelung 44, erfüllen. Der neueste Stand in technischer Hinsicht ist nunmehr die Regelung 44/03. Ab 1. Jänner 2001 dürfen Rückhalteeinrichtungen für Kinder, die nicht der ECE-Regelung 44 Änderung 03 entsprechen, nicht mehr angeboten werden. Rückhalteeinrichtungen sind mit einem Genehmigungszeichen gekennzeichnet, auf das man unbedingt achten sollte. Vorhandene Rückhalteeinrichtungen, die der Regelung Nr. 44, aber noch nicht der Änderung 03 entsprechen, dürfen aber weiter verwendet werden.

Ab 1. Februar 2001: Mautvignette 2001
Die Mautvignette 2001 ist orange. Sie ist ab 1. Februar 2001 (bis 31.1.2001 ist noch die alte grüne Mautvignette gültig) zwingend für Autobahn- und Schnellstraßenbenützer in Österreich vorgeschrieben und gilt bis 31. Jänner 2002. Durch eine rund 80prozentige zahlen die Kraftfahrer statt bisher ATS 550,- in Zukunft ATS 1.000,-. Auch die Preise für die Mautvignette bei den einspurigen Kraftfahrzeugen wurden massiv erhöht.

Voraussichtlich im Sommer 2001: EU-Kennzeichen
Voraussichtlich im Sommer 2001 werden auch in Österreich die EU-Kennzeichen mit den blauen Streifen ausgegeben werden.

Ab 1. Oktober 2001: M2-Kfz ohne Sicherheitsgurt verboten
Ab 1. Oktober 2001 gilt das Verbot der Erstzulassung von
Fahrzeugen der Klasse M2 ohne Sicherheitsgurte, das sind Fahrzeuge zur Personenbeförderung mit mehr als 8 Sitzplätzen außer dem Fahrersitz und einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 5t.

Sturzhelme:
Auch hier muss man in technischer Hinsicht auf das Prüfzeichen achten. Die aktuelle ECE-Regelung, der neueste technische Stand,
ist 22.04. Sturzhelme, die nicht der Prüfnummer ECE-R 22.04 entsprechen, dürfen nicht mehr angeboten werden.

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