Gewerbeverein: Zweimal läutet der Postmann in Wien

Wien (OTS) - Zu zwei unterschiedlichen Zeiten wird in Wien Post angeliefert. Einmal um 7:00 Uhr morgens im Seniorenheim in der Ölweingasse in Rudolfsheim-Fünfhaus, ein anderes Mal in ein von emsig arbeitenden Unternehmungen besiedeltes Bürohaus in der Wiener Innenstadt - um 14:15 Uhr.

Jeder hat Verständnis dafür, dass gerade Senioren sehnsuchtsvoll auf Post, Zeitungen und Päckchen warten. Mit den Prioritäten scheint die Post in diesem Land dennoch Probleme zu haben.

Wer die Wertschöpfenden in diesem Land schlecht behandelt und sie vom Informationsstrom dadurch abkoppelt, dass er aus organisatorischen Gründen verkehrte Prioritäten setzt, dient dieser Volkswirtschaft nicht.

Lange genug hatte jetzt - nach vielen Konfusionen, die dem Steuerzahler (Pensionist wie Unternehmer) viel Geld kosteten - die Post Zeit eine ordentliche Struktur auf die Beine zu stellen. Beratungsfirmen können hier helfend unter die Arme greifen - so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) in einer Medienaussendung. Getan wurde nur sehr wenig. Die Post ist hierzulande bereits auf einem Niveau, das zu einer kollektiven Resignation in der Bevölkerung führte. Jeder klagt individuell sein Leid in der Zusammenarbeit mit der Post - Jubelmeldungen gibt es so gut wie nie.

Wer es sich leisten kann und dringend und sicher etwas befördern will, bemüht private Zustelldienste.

Es kann einfach nicht sein, dass das Management eines der größten Dienstleistungsunternehmungen Österreichs Kundenbedürfnisse ignoriert. Vielleicht wird dann bei einem Börsengang - von dem man beim derzeitigen Zustand der Post nur träumen kann - ein noch schlechteres Ergebnis erzielt werden, wie nun bei der Telekom.

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