Postvorstand will schlechteren KV für Neueintretende

Gehaltsverhandlungen abgebrochen

Wien (GPF/ÖGB). Die laufenden Gehaltsverhandlungen der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF) mit dem Postvorstand wurden Montag Abend ohne ein akzeptables Angebot des Vorstandes abgebrochen.++++

Die ersten Angebote seitens des Postvorstandes lagen bei S 3.000 Einmalzahlung und zuletzt bei 2,1 Prozent, mindestens S 400. Demgegenüber stand die Forderung der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten von 3,2 Prozent, die im Verhandlungsverlauf auf 2,9 Prozent, mindestens S 660 gesenkt wurde.

Zusätzlich zu dieser Differenz und des Zeitdruckes wurde nun vom Vorstand der Abschluss eines neuen - und in fast allen Punkten schlechteren - Kollektivvertrages mit der Gehaltsverhandlung verbunden. Auch diese zusätzliche und fast aussichtslos erscheinende Hürde versuchte die Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten in fast 40-stündigen Verhandlungen zu schaffen, um für die Gehaltsanweisung 1. Jänner 2001 (Stichtag Mittwoch 13. 12. 2000) ein gutes Verhandlungsergebnis für die Kollegenschaft zu erreichen.

Als der Vorstand eine entscheidende und für 11. Dezember 2000 fix angesetzte Verhandlung ohne Angebot platzen ließ, war dies ein Affront gegenüber der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten und der gesamten Kollegenschaft. Die Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten fühlt sich daher nicht mehr an ein Stillhalteabkommen gebunden und wird die Kollegenschaft in Betriebsversammlungen über diese Brüskierung informieren.
Die Vorweihnachtszeit mit dem höchsten Postaufkommen des Jahres darf dafür kein Hindernis sein, wenn die berechtigten Interessen der Kollegenschaft seitens des Vorstandes so behandelt werden.(ff)

ÖGB, 12. Dezember 2000
Nr. 1076

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