Cerwenka: Bildungsabbau in NÖ - Mehrbelastungen für Eltern und Schüler

Freigegenstände und Förderunterrichte werden drastisch zurückgenommen

St. Pölten, (SPI) - "Die ersten Auswirkungen der Kürzungspolitik im Schulbereich sind für Lehrer, Schüler und Eltern bereits massiv bemerkbar. In den ersten Monaten des neuen Schuljahres wurden Freigegenstände, Förderunterrichte und Hilfestellungen für Schüler mit besonderen Bedürfnissen bereits massiv zurückgeschraubt. Die Streichungen im Finanzausgleich und die beschlossenen Budgetgesetze auf Bundesebene werden das Bildungswesen im Jahr 2001 ganz besonders treffen", kritisiert der Bildungssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Helmut Cerwenka das "Kaputtsparen" der Bildung in Österreich.****

In Niederösterreich, wo es derzeit rund 13.000 Pflichtschullehrer gibt, sollen bis 2001 370 Lehrerdienstposten, bis 2004 sogar 1.100 gekürzt werden. Dass viele Kleinschulen, vor allem in ländlichen Regionen geschlossen und die Klassenschülerzahlen erhöht werden, ist in der Folge zu befürchten. Die Pädagogischen Akademien bilden aber nach wie vor Lehrer aus. Da es in den kommenden vier Jahren kaum zu Neuanstellungen kommen wird, werden die jungen Menschen direkt in die Arbeitslosigkeit hinein ausgebildet. In den letzen Jahren hat man im Pflichtschulbereich alle Überstunden eingespart. Jetzt bleibt nur mehr der Grundsatz "runter mit der Qualität", der von dieser Bundesregierung und ihren Bildungsverantwortlichen offensichtlich mit besonderer Hingebung vertreten wird.

"Aber auch die Eltern kommen zum ‚finanziellen Handkuß . Hier werden Leistungen im Bildungsbereich durch "Privatisierungen" auf die Schultern der Eltern abgeschoben. Schon bisher müssen die Eltern in ganz Österreich rund zwei Milliarden Schilling an Nachhilfestunden und vier Milliarden Schilling für Klassenwiederholungen pro Jahr ausgegeben. Diese finanziellen Aufwendungen werden jetzt natürlich steigen. Der Förderunterricht für Kinder mit besonderen Bedürfnissen, die eine besondere Betreuung durch die Lehrkräfte brauchen, wird reduziert. Einmal mehr beweist diese Bundesregierung, dass bei ihr die Unmenschlichkeit regiert. Bei den sozial Schwachen und den ohnehin Benachteiligten zu sparen, ist weder politisch, noch moralisch und sozial zu rechtfertigen", so Cerwenka.
(Schluss) fa

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200/2794Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/SPI